Freie Arztwahl in der Schweiz: 80 Prozent verzichten aus Spargründen

Gesundheitswesen Nachrichten

Freie Arztwahl in der Schweiz: 80 Prozent verzichten aus Spargründen
GesundheitswesenSchweizFreie Arztwahl
  • 📰 tagblatt_ch
  • ⏱ Reading Time:
  • 75 sec. here
  • 8 min. at publisher
  • 📊 Quality Score:
  • News: 50%
  • Publisher: 55%

In der Schweiz verzichten 80 Prozent der Versicherten freiwillig auf die freie Arztwahl, um Prämien zu sparen. Dabei profitieren Asylbewerber und Sozialhilfeempfänger von der kostenlosen Wahl ihres Arztes. Dies soll sich ändern, da diese Gruppe als besser gestellt gegenüber der restlichen Bevölkerung gilt.

80 Prozent der Versicherten verzichten heute freiwillig auf die freie Arztwahl, um Prämien zu sparen. Asylbewerber und Sozialhilfeempfänger müssen das nicht – eine Besserstellung gegenüber allen anderen. Das soll sich ändern.Offiziell wird in der Schweiz zwar die freie Arztwahl hochgehalten, diese einzuschränken ist politisch praktisch unmöglich.

Inoffiziell ist die freie Arztwahl jedoch längst Geschichte: Rund 80 Prozent der Schweizer verzichten freiwillig darauf und haben sich 2022 für ein alternatives Versicherungsmodell entschieden. Das geht aus der Statistik des Bundesamtes für Gesundheit (BAG) hervor. 2012 lag der Anteil anderer Versicherungsformen erst bei 58 Prozent. Über alle Alterskategorien hinweg beträgt er heute 77 Prozent. Wer auf die freie Arztwahl verzichtet und ein Alternativmodell wählt, profitiert von einem Prämienrabatt. Zu den Alternativmodellen gehören zum Beispiel das Hausarztmodell, in dem der Hausarzt immer die erste Ansprechperson ist für den Versicherten. Andere Erstanlaufstellen können aber auch Ärztenetzwerke sein oder telefonische Beratungsstellen im sogenannten FDP-Nationalrat Marcel Dobler sagt deshalb: «Der Verzicht auf die freie Arztwahl ist das neue Standardmodell.» Die Beliebtheit der alternativen Modelle hat mit den Prämienrabatten zu tun. Versicherte können gemäss Dobler im Durchschnitt zwischen 15 und 25 Prozent sparen.Es gibt indes Bevölkerungsgruppen, die ihre Krankenkassenprämien nicht selbst bezahlen und von Gesetzes wegen im sogenannten Standardmodell versichert sind – sie können ihren Arzt frei wählen. Dazu gehören die Empfänger von Ergänzungsleistungen und Sozialhilfe sowie Personen im Asylprozess (sofern sie nicht mehr in einem Bundesasylzentrum sind). Dobler stört sich daran, dass diese Personen bessergestellt sind als 80 Prozent der Bevölkerun

Wir haben diese Nachrichten zusammengefasst, damit Sie sie schnell lesen können. Wenn Sie sich für die Nachrichten interessieren, können Sie den vollständigen Text hier lesen. Weiterlesen:

tagblatt_ch /  🏆 32. in CH

Gesundheitswesen Schweiz Freie Arztwahl Versicherung Prämien

Switzerland Neuesten Nachrichten, Switzerland Schlagzeilen

Similar News:Sie können auch ähnliche Nachrichten wie diese lesen, die wir aus anderen Nachrichtenquellen gesammelt haben.

Freiwilliger Verzicht auf die freie Arztwahl in der SchweizFreiwilliger Verzicht auf die freie Arztwahl in der SchweizIn der Schweiz verzichten 80% der Versicherten freiwillig auf die freie Arztwahl, um Prämien zu sparen. Dieses Phänomen ist politisch brisant, da es eine Ungleichheit zwischen Versicherten, die die Prämien selbst bezahlen, und Asylbewerbern, Sozialhilfeempfängern und Personen im Asylprozess aufzeigt, die im Standardmodell versichert sind und ihre Arztwahl frei haben.
Weiterlesen »

Freie Landschaft Schweiz fordert Einschränkungen für WindenergieprojekteFreie Landschaft Schweiz fordert Einschränkungen für WindenergieprojekteDer Verband Freie Landschaft Schweiz plant, mit einer Initiative den Bau von Windrädern zu unterbinden. Zwei Volksinitiativen setzen dies fort, indem sie den Bau von Windturbinen in Wäldern untersagen und Gemeinden ein Mitbestimmungsrecht einräumen wollen. Zudem haben die Bundesräte weitere Verbote und Änderungen in Bereichen wie Chemikalien und Deponien durchgeführt.
Weiterlesen »

Schweiz vereinbart internationale Firmensteuer von 15 ProzentSchweiz vereinbart internationale Firmensteuer von 15 ProzentDie Schweiz hat sich zu einer Vereinbarung internationaler Firmensteuern von mindestens 15 Prozent bei einem jährlichen Umsatz von über 750 Millionen Euro bekannt. Die Übergangsfrist in der Schweiz läuft bis 2026. Die SP schlägt vor, die zusätzlichen Einnahmen von 1 bis 2,5 Milliarden Franken hälftig aufzuteilen.
Weiterlesen »

Referenzzinssatz für Wohnungsmieten in der Schweiz bleibt bei 1,75 ProzentReferenzzinssatz für Wohnungsmieten in der Schweiz bleibt bei 1,75 ProzentDas Bundesamt für Wohnungswesen (BWO) hat den hypothekarischen Referenzzinssatz für Wohnungsmieten in der Schweiz bei 1,75 Prozent belassen.
Weiterlesen »

Für Mieter in der Schweiz: Referenzzinssatz für Wohnungsmieten bleibt bei 1,75 ProzentFür Mieter in der Schweiz: Referenzzinssatz für Wohnungsmieten bleibt bei 1,75 ProzentDas Bundesamt für Wohnungswesen (BWO) hat den hypothekarischen Referenzzinssatz bei 1,75 Prozent belassen. Im vergangenen Jahr war der Referenzzinssatz in zwei Schritten von 1,25 auf 1,75 Prozent gestiegen und verharrt seither auf diesem Niveau. Einige Vermieter hatten die Erhöhungen zum Anlass genommen, die Mieten deutlich zu erhöhen – teilweise um mehr als 10 Prozent.
Weiterlesen »

SVP käme bei erneuter Wahl in der Schweiz mit 29,9 Prozent an die SpitzeSVP käme bei erneuter Wahl in der Schweiz mit 29,9 Prozent an die SpitzeWäre eine Wiederholung der eidgenössischen Wahlen in der Schweiz innerhalb der kommenden zwölf Monate erfolgt, wäre die Schweizerische Volkspartei (SVP) mit etwa 29,9 Prozent der Stimmen die stärkste Partei. Die Umfrage wurde von der Forschungsstelle Sotomo durchgeführt und ergab, dass die anderen Parteien ihre Wähleranteile halten oder leicht verlieren könnten.
Weiterlesen »



Render Time: 2025-04-03 19:09:53