Freiwilliger Verzicht auf die freie Arztwahl in der Schweiz

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Freiwilliger Verzicht auf die freie Arztwahl in der Schweiz
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In der Schweiz verzichten 80% der Versicherten freiwillig auf die freie Arztwahl, um Prämien zu sparen. Dieses Phänomen ist politisch brisant, da es eine Ungleichheit zwischen Versicherten, die die Prämien selbst bezahlen, und Asylbewerbern, Sozialhilfeempfängern und Personen im Asylprozess aufzeigt, die im Standardmodell versichert sind und ihre Arztwahl frei haben.

80 Prozent der Versicherten verzichten heute freiwillig auf die freie Arztwahl, um Prämien zu sparen. Asylbewerber und Sozialhilfeempfänger müssen das nicht – eine Besserstellung gegenüber allen anderen. Das soll sich ändern.Offiziell wird in der Schweiz zwar die freie Arztwahl hochgehalten, diese einzuschränken ist politisch praktisch unmöglich.

Inoffiziell ist die freie Arztwahl jedoch längst Geschichte: Rund 80 Prozent der Schweizer verzichten freiwillig darauf und haben sich 2022 für ein alternatives Versicherungsmodell entschieden. Das geht aus der Statistik des Bundesamtes für Gesundheit (BAG) hervor. 2012 lag der Anteil anderer Versicherungsformen erst bei 58 Prozent. Über alle Alterskategorien hinweg beträgt er heute 77 Prozent. Wer auf die freie Arztwahl verzichtet und ein Alternativmodell wählt, profitiert von einem Prämienrabatt. Zu den Alternativmodellen gehören zum Beispiel das Hausarztmodell, in dem der Hausarzt immer die erste Ansprechperson ist für den Versicherten. Andere Erstanlaufstellen können aber auch Ärztenetzwerke sein oder telefonische Beratungsstellen im sogenannten FDP-Nationalrat Marcel Dobler sagt deshalb: «Der Verzicht auf die freie Arztwahl ist das neue Standardmodell.» Die Beliebtheit der alternativen Modelle hat mit den Prämienrabatten zu tun. Versicherte können gemäss Dobler im Durchschnitt zwischen 15 und 25 Prozent sparen.Es gibt indes Bevölkerungsgruppen, die ihre Krankenkassenprämien nicht selbst bezahlen und von Gesetzes wegen im sogenannten Standardmodell versichert sind – sie können ihren Arzt frei wählen. Dazu gehören die Empfänger von Ergänzungsleistungen und Sozialhilfe sowie Personen im Asylprozess (sofern sie nicht mehr in einem Bundesasylzentrum sind). Dobler stört sich daran, dass diese Personen bessergestellt sind als 80 Prozent der Bevölkerun

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