Nach den Olivenbauern schrillen jetzt bei den italienischen Mandelerzeugern wegen des Schädlings Xylella fastidiosa, auch als Feuerbakterium bekannt, die Alarmsirenen. Eine Variante des Bakteriums wurde auf Mandelbäumen in Apulien gefunden, und zwar in der Ortschaft Triggiano, nicht weit entfernt von der Regionalhauptstadt Bari.
Bis jetzt waren vor allem die Olivenbäume befallen: Ein mit Xylella fastidiosa befallener Olivenbaum in Apulien, Italien.Für die süditalienische Region gleicht dies einem wiederkehrenden Albtraum, denn seit zehn Jahren wütet dort Xylella fastidiosa pauca. Millionen Olivenbäume sind dem Bakterium bereits zum Opfer gefallen. Ganze Landstriche wurden verwüstet, viele Olivenbauern in die Knie gezwungen und ein enormer wirtschaftlicher Schaden angerichtet.
Die nun betroffenen sechs Mandelbäume wurden gefällt. Zudem wurden engmaschige Kontrollen im Umkreis von 800 Metern angeordnet. Näheres über diese Variante des Feuerbakteriums muss zum Grossteil noch erforscht werden. Unklar ist auch, woher dieser Schädlingstyp kam. Experten zufolge bevorzugt dieser Rebstöcke, Kirschbäume und eben Mandelbäume.
Drittel der gesamten italienischen Mandelproduktion Xylella fastidiosa zählt zu den gefährlichsten und am strengsten regulierten Schadorganismen in Europa. Ein Befall mit diesem Quarantäneschädling führt in der Regel innerhalb eines relativ kurzen Zeitraums zum Absterben der Pflanze. Eine Bekämpfung ist schwierig, weshalb als wichtigste Massnahme die Verhinderung der Einschleppung des Schaderregers gilt.
Eine weitere Massnahme ist die gezielte und konsequente Bekämpfung der Vektoren. Apulien ist nach Sizilien die zweitgrösste Mandelerzeugerregion Italiens. Dem regionalen Ableger des Landwirtschaftsverbandes Coldiretti zufolge wurden 2023 dort auf gut 19’400 Hektar rund 26’500 Tonnen Mandeln erzeugt; das entsprach einem Drittel der gesamten italienischen Mandelproduktion.
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