Wer kommt nach Gerhard Pfister, wer nach Viola Amherd? Wie sieht die neue Partei aus? Die Mitte ist auf der Suche nach sich selbst. Erkundungen in einem verunsicherten Milieu.
Ihr Browser ist veraltet. Bitte aktualisieren Sie Ihren Browser auf die neueste Version, oder wechseln Sie auf einen anderen Browser wieDie Rücktritte von Viola Amherd und Gerhard Pfister lösten Unruhe in der Partei aus.Die Mitte-Frauen haben sich in den vergangenen Wochen in der eigenen Partei unbeliebt gemacht.
Dabei müsse man gar nicht viel anders machen, sagt er. Der eingeschlagene Weg sei erfolgreich. In der Mitte zwischen rechts und links, als bürgerliche Partei. «Als eine bürgerliche Partei mit sozialer Verantwortung.» Heute heisst die Partei Mitte Oberwallis, und Bregy hat den Namenswechsel nicht bereut. Nicht nur die Politik habe sich verändert, die Partei – nein, das ganze Wallis. «Der Stellenwert der Religion scheint sich in den letzten zwanzig Jahren in der Gesellschaft stark verändert zu haben», sagt Bregy. «Wenn meine Frau heute mit den Kindern auf den Spielplatz geht, sind da muslimische Kinder, katholische, protestantische und solche, die gar nichts glauben.
Bregy sagt es nicht so direkt, aber im Gespräch mit ihm bekommt man ein Gefühl dafür, was er damit meinen könnte. Eine Partei mehr wie er, le Valais moderne. Nicht mehr nur konservativ und religiös und hinter einem Berg.Luzern ist ein anderer Kanton, wo die Mitte ihre Kraft holt. Wie das Wallis katholisch und ländlich geprägt, aber eben mit der Stadt Luzern auch etwas urban angehaucht. Hier hat sich die Partei in den vergangenen Jahren ein neues Profil zugetan.
Unterstützerinnen wie Stadelmann erleichterten Pfister den Weg. 2016 besuchte sie als Jungpolitikerin das Bundeshaus. Es war zu einer Zeit, als man über den verlängerten Vaterschaftsurlaub diskutierte und sie noch per Sie mit Gerhard Pfister war. Dieser setzte damals viel Hoffnung in die eben von ihm lancierte Wertedebatte. Stadelmann sprach ihn an und sagte: Mit der Wertedebatte könne er es bei den Jungen vergessen.
Nein, nein, sagt sie, um die Partei müsse man keine Angst haben. Die Basis sei zwar selbstkritisch und realistisch, sie glaube aber auch an den eingeschlagenen Weg. Stadelmann zeigt E-Mails aus den vergangenen Tagen: «Wohin steuert die Mitte in Zukunft? Das ist für mich die grosse Frage, sie treibt mich um. Was ist dein Plan, liebe Karin?» Oder: «Es sind harte Zeiten.
Nause sieht in seinem Kanton Potenzial rechts der Mitte, wo die SVP einst gemässigt unterwegs war und nun den Zürcher Ton verinnerlicht hat. Aber auch links bei der GLP, eine laut Nause «zu schnell gewachsene und mittlerweile verwässerte Partei».Nause hat eine Berner Mutter und eine Aargauer Kindheit. Er kann darum mit einem Fingerschnippen von Berndeutsch auf Aargauerdeutsch wechseln – er führt das Talent auch heute noch gern vor.
Die Streitigkeiten in der Parteizentrale will aber auch er nicht wegreden. Sie köcheln seit Jahren, ungelöst und hochemotional. Mittendrin: die Mitte-Frauen. Genauer:Ein Treffen mit ihr zeigt, wie breit diese Partei auch heute noch ist, wie weit auseinander ihre einzelnen Teile liegen.Bachmann-Roth ist Präsidentin der Mitte-Frauen, und wer in einer Gruppe von Mitte-Politikerinnen und Mitte-Politikern die Augen rollen lassen will , der muss einfach nur ihren Namen flüstern.
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