Die Reform der beruflichen Vorsorge soll Umverteilung eindämmen. Laut Experten bewirkt sie aber gerade das Gegenteil.
Bürgerliche Politiker sind angetan von der Reform der beruflichen Vorsorge , über die am 22. September abgestimmt wird. «Die BVG-Reform sichert unser bewährtes Drei-Säulen-Modell der Altersvorsorge für die Zukunft», sagt Gerhard Pfister, Präsident der Mitte-Partei. Und die freisinnige Nationalrätin Regine Sauter erklärt: «Die BVG-Reform schafft mehr Gerechtigkeit für Junge und kommende Generationen.
Wer nun aber von der Reduktion des Umwandlungssatzes auf 6 Prozent betroffen ist, hat Aussicht auf einen Ausgleich - Rentenkürzungen sollen möglichst verhindert werden. Zu den Ausgleichsmassnahmen zählen Rentenzuschläge für die Übergangsgeneration. Es handelt sich um 15 Jahrgänge. Tritt die Reform zum Beispiel im Jahr 2027 in Kraft, zählen die Jahrgänge von 1962 bis 1977 zur Übergangsgeneration.
Leibundgut ist mit seiner Auffassung nicht allein. Gerechnet hat beispielsweise auch Mia Mendez, welche die Pensionskasse des Beratungsunternehmens PWC leitet. Bei Kosten für die Rentenzuschläge von 11,3 Milliarden Franken bräuchten die jüngeren Generationen 28 Jahre, um die Reform zu bezahlen, schreibt sie in einem Gastbeitrag für die «Handelszeitung».
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