Der US-Flugzeughersteller Boeing sieht sich erneut mit Sicherheitsbedenken konfrontiert. Die US-Luftfahrtbehörde FAA ordnete am Montag Inspektionen von hunderten Flugzeugen des Typs 787 Dreamliner an. Ausserdem wurden Testflüge des Modells 777X vorerst ausgesetzt.
Die Gewerkschaft IAM hatte ursprünglich eine Erhöhung um 40 Prozent gefordert. Die rund 33'000 Beschäftigten bauen unter anderem das Bestseller-Modell Boeing 737. Das vereinbarte Einkommensplus sowie Verbesserungen bei Gesundheitskosten und Ruhestand sollen über die Laufzeit von vier Jahren gelten.
Zuwächse in einer ähnlichen Grössenordnung hatte die Gewerkschaft im vergangenen Jahr auch bei den US-Autoriesen erreicht. Ausserdem sagt Boeing zu, neue Modelle in den gewerkschaftlich organisierten Werken zu bauen. Das war eine zentrale Forderung der Gewerkschaft, nachdem Boeing vor mehr als einem Jahrzehnt ein Werk ohne Gewerkschaftsvertretung im Bundesstaat South Carolina eingerichtet hatte, um das Modell 787 Dreamliner zu produzieren.
Nun können die Gewerkschaftsmitglieder über die Vereinbarung abstimmen. Der bisherige Tarifvertrag zwischen Boeing und der Gewerkschaft läuft am Donnerstag aus. Sie könnten sich immer noch für einen Streik entscheiden, auch wenn die IAM die Annahme der Vereinbarung empfiehlt. Boeing kämpft nach einer Pannenserie mit Problemen. Unter anderem lässt die Luftfahrtaufsicht FAA die Produktion der 737 nicht ausbauen, bis der Konzern Qualitätskontrollen verbessert. Auslöser für neue Kritik war ein Zwischenfall im Januar, bei dem ein Rumpf-Fragment 737-9 im Steigflug herausbrach. Nach Erkenntnissen der Unfallermittlungsbehörde NTSB fehlten an dem Bauteil Befestigungselemente.
02:10 Video Archiv: US-Flugzeughersteller Boeing weiter unter Druck Aus Tagesschau vom 20.08.2024. abspielen. Laufzeit 2 Minuten 10 Sekunden.
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