Während ihres Besuchs in Syrien verweigerte der neue Machthaber Ahmed al-Scharaa Aussenministerin Annalena Baerbock den Handschlag. Der syrische Herrscher begründet dies mit seiner islamischen Überzeugung, Frauen nicht die Hand zu schütteln.
Aussenministerin Annalena Baerbock erlebte bei ihrem Besuch in Syrien einen diplomatischen Zwischenfall, als ihr der neue Machthaber den Handschlag verweigert. Der syrische Machthaber Ahmed al-Scharaa reichte der deutschen Aussenministerin Baerbock bei deren Besuch in Damaskus nicht die Hand. Annalena Baerbock am Freitag in eine unangenehme Situation geraten. Der neue syrische Machthaber Ahmed al-Scharaa verweigerte der deutschen Politikerin den Handschlag zur Begrüssung.
Politikerin reagierte laut «Stern» gelassen. Es sei ihr schon bei der Anreise klar gewesen, dass es keine «gewöhnlichen Handschläge» geben werde.Der Hintergrund für die Verweigerung des Handschlags liegt im Glauben des syrischen Machthabers. Als Islamist schüttelt Ahmed al-Scharaa generell keiner Frau die Hand. In den sozialen Netzwerken sorgte die Begrüssungsszene für Empörung. Eine Nutzerin kommentierte: «Ich wäre nur hingefahren, wenn von vorneherein klar ist, dass er Baerbock öffentlich die Hand gibt». Der frühere Leiter der Stiftung Wissenschaft und Politik, Volker Perthes, zeigte sich im «Stern» ebenfalls irritiert über den verweigerten Handschlag. «Das ist nicht gut, auch wenn wir das aus anderen Ländern kennen, wo extrem konservativ-islamische Männer an der Macht sind.» Perthes fügte hinzu: «In Syrien gehört das nicht zur Tradition. Ich hoffe, dass al-Scharaa dafür auch in Syrien kritisiert werden wird.»Barrot betonte jedoch, dass der Handschlag nicht der Zweck der Reise gewesen sei. Er verwies auf wichtigere Themen wie den Umgang mit inhaftierten IS-Anhängern und das Chemiewaffenarsenal der gestürzten Trotz des Vorfalls blieb Baerbock souverän und konzentrierte sich auf den eigentlichen Zweck ihrer Reise. Sie stellte der neuen syrischen Führung klare Bedingungen für die Unterstützung Europas. Sie fordert «einen politischen Dialog unter Einbeziehung aller ethnischen und religiösen Gruppen.» Auch Frauen in Syrien müssen repräsentiert werden
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