Asbest-Brücke: Bahnverkehr zwischen Waldshut und Koblenz verzögert sich erneut

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Asbest-Brücke: Bahnverkehr zwischen Waldshut und Koblenz verzögert sich erneut
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Die Sanierung der historischen Eisenbahnbrücke zwischen Waldshut und Koblenz gerät erneut ins Stocken. Die ursprünglich für sechs Monate vorgesehenen Arbeiten werden sich voraussichtlich noch bis ins Spätsommer 2025 hinziehen. Die Gründe für die Verzögerung sind der unerwartet hohe Asbestanteil der Brücke und die damit verbundene Notwendigkeit, Spezialfirmen für die Beseitigung heranzuziehen. Die Kosten für die Sanierung werden sich deutlich über die ursprünglichen 17 Millionen Franken bewegen.

Sanierung der Asbest-Brücke : Bei den Arbeiten an der Eisenbahnbrücke zwischen Waldshut und Koblenz zeichnet sich eine weitere Verzögerung ab. Projektpartner SBB rechnet damit, dass die Arbeiten erst im Spätsommer abgeschlossen sein werden. Erneut kommt es bei der Sanierung der historischen Eisenbahnbrücke zwischen Waldshut und Koblenz zu Verzögerung en: Das Projekt wird sich voraussichtlich noch bis in den Spätsommer hinziehen.

Entsprechende Informationen des «Südkuriers» bestätigt die Schweizer Bundesbahn (SBB) auf Nachfrage. Dann wird sich das Vorhaben, das ursprünglich einige Monate dauern sollte, über insgesamt zweieinhalb Jahre erstreckt haben – vorausgesetzt, es kommt nicht erneut etwas dazwischen. Dass mit der unerwartet langen Verzögerung am Bau auch der Kostenrahmen von ursprünglich 17 Millionen Franken drastisch überschritten wird, ist sicher, wie das Verkehrsunternehmen bestätigt. Wie hoch die Kosten ausfallen werden, lasse sich aber weiterhin nicht abschätzen. Zur Erinnerung: Eine Sperrung der deutsch-schweizerischen Bahnverbindung war eigentlich nur für den Hauptteil der Sanierungsarbeiten an der historischen Brücke aus dem Jahr 1858 vorgesehen – alles in allem sechs Monate von April bis Oktober 2023. Während der weiteren notwendigen Arbeiten, die sich auf einige Monate im Jahr 2024 erstrecken sollten, hätten die Züge über den Rhein eigentlich schon wieder verkehren sollen. Nun schreiben wir das Jahr 2025, die Strecke ist seit gut zwei Jahren komplett gesperrt, und sie wird es noch mindestens neun Monate bleiben. Das bestätigt SBB-Sprecher Martin Weisskopf: «Aktuell gehen wir davon aus, dass der Schienenverkehr voraussichtlich im September wieder aufgenommen werden kann.» Doch fest stehe dies keinesfalls, so Weisskopf weiter: «Aufgrund der Abhängigkeit von externen Faktoren wie der Witterung ist eine genaue Prognose über die Dauer der Arbeiten derzeit noch nicht möglich.» Hintergrund für die ungeplant lange Streckensperrung ist der unerwartet hohe und anspruchsvolle Sanierungsaufwand. Denn erst im Zuge der Arbeiten hatte sich herausgestellt, dass der um 1970 aufgebrachte Korrosionsschutz der Brückenkonstruktion einen wesentlich höheren Asbestanteil aufweise als vorab angenommen. Letztlich musste für die Beseitigung eine Spezialfirma beauftragt werden. Doch bis Ende des Winters könne «witterungsbedingt mit dem Abtrag des asbesthaltigen Korrosionsschutzes nicht begonnen werden», schildert SBB-Sprecher Weisskopf jetzt. Zumindest sollen in Kürze die Gerüste dem neuen, optimierten Verfahren angepasst werden. «Wir können mit einer neuen, extra starken Strahl-Anlage Ende März beginnen und brauchen dann 10 bis 16 Wochen für das Abstrahlen und Beschichten der ersten vier Etappen», skizziert Weisskopf das weitere Vorgehen. Danach folge der Einbau der Fahrbahnträger aus Stahl, die genaue Vermessung dieser Stahlträger und das Präzisions-Fräsen aller Schwellen vor dem Einbau der Gleise. In der Folge könne das Gleis auf der Schweizer Seite fertig gebaut werden und die Montage der Fahrleitung erfolgen, so Weisskopf weiter.«Der Kostenrahmen der Sanierungsarbeiten hat sich verändert», bestätigt der SBB-Sprecher ausserdem. In welchem Umfang, das lasse sich noch nicht sagen. Allerdings hatte das Verkehrsunternehmen vergangenes Jahr allein für die sechsmonatige Verlängerung des Busshuttles, der auf der Strecke Waldshut-Koblenz eingesetzt wird, um die Züge zu kompensieren, mit zwei Millionen Franken zusätzlicher Kosten kalkuliert. Auf Schweizer Seite ist längst von der «unendlichen Baustelle» die Rede, wie ein Anwohner aus Koblenz im Gespräch mit dem «Südkurier» erklärt. «Über das Projekt und die offensichtlich unzureichende Vorbereitung können wir alle nur den Kopf schütteln», sagt der Mann, der namentlich nicht genannt werden möchte. Warum die Asbestbelastung der Brücke beispielsweise erst festgestellt wurde, als die Arbeiten längst im Gange waren – das könne niemand nachvollziehen

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