In Asien sind die Aktienkurse am Montag so stark eingebrochen, wie seit vielen Jahren nicht mehr und auch an der Schweizer Börse ging es nach unten. Auslöser sind die sich rasant verschlechternden US-Konjunkturdaten. Sie lösten Angst vor einer Rezession aus.
Was sind die Gründe für den starken Franken? Wegen der politischen und wirtschaftlichen Stabilität gelte der Schweizer Franken als sicher, sagt Thomas Stucki, Anlagechef bei der St. Galler Kantonalbank. «Wenn es auf der Welt unsicher wird, dann gehen die Leute in den ‹sicheren Hafen› und das ist der Schweizer Franken.» Damit steige die Nachfrage nach dem Franken, jene nach Euro und Dollar sinke dagegen.
Weshalb flüchten Anlegerinnen und Anleger in den Franken? Es gibt verschiedene Gründe für die Unsicherheit der Anlegerinnen und Anleger. Einerseits ist da der Einbruch der Aktienmärkte weltweit. In Japan hat sich die Landeswährung Yen verteuert, was das Geschäft von exportorientierten Unternehmen belastet. In anderen asiatischen Ländern litten Technologieaktien darunter, dass sich die Aussichten mit Blick auf künstliche Intelligenz eintrübten.
Wer leidet darunter, dass der Franken stärker geworden ist? «Für die Schweizer Exportwirtschaft ist es eine arge Belastung, wenn der Franken innerhalb von zwei Tagen drei Rappen teurer wird», sagt Thomas Stucki. Für ausländische Kundinnen und Kunden verteuern sich damit Schweizer Produkte. Der Export ist etwa für die Maschinen-, Metall- und Kunststoffindustrie sowie die Pharma- und Uhrenbranche wichtig.
Wer profitiert vom starken Franken? «Für diejenigen, die noch in die Ferien gehen wollen, ist der starke Franken eine positive Meldung», sagt Stucki. Mit den aktuellen Wechselkursen erhalten Schweizerinnen und Schweizer pro Franken mehr Euro oder US-Dollar als vorher. Die Ferien dürften also etwas günstiger werden. Von dieser Situation profitieren zudem auch Einkauftouristinnen und -touristen.
Wie könnte es weitergehen? Ökonomen halten es für denkbar, dass die Schweizerische Nationalbank zur Schwächung der Landeswährung am Devisenmarkt Fremdwährungen kauft. «In einem Umfeld, in dem die SNB ihre Geldpolitik durch Zinssenkungen lockert, wären Devisenkäufe sinnvoll, und angesichts der Aufwertung des Schweizer Frankens in den letzten Tagen würde ich solche Käufe nicht ausschliessen», erklärte UBS-Volkswirt Maxime Botteron.
Switzerland Neuesten Nachrichten, Switzerland Schlagzeilen
Similar News:Sie können auch ähnliche Nachrichten wie diese lesen, die wir aus anderen Nachrichtenquellen gesammelt haben.
Börsen-Ticker: Schweizer Markt vorbörslich im Plus - Biden-Rückzug belastet Asien-Börsen - Dollar zum Franken stärkerAm Schweizer Aktienmarkt zeichnet sich ein freundlicher Start in den Handel ab.
Weiterlesen »
Wer hier reserviert und nicht auftaucht, zahlt 350 Franken pro PersonNo-Shows sind für die Gastronomie eine Qual: Viele haben genug davon. Starkoch Andreas Caminada verlangt eine besonders saftige Gebühr.
Weiterlesen »
Wir wollen es von Ihnen wissen - Wer wird Meister und wer steigt ab?Eine Woche nach dem EM-Ende geht's mit der Schweizer Super League wieder los.
Weiterlesen »
Pensionskassenreform: Wer sind die Gewinner und wer die Verlierer?Offizielle Berechnungen zeigen: Mit der Reform der beruflichen Vorsorge, über die im September abgestimmt wird, kann die Rente steigen oder fallen. Doch nicht
Weiterlesen »
Regierungsrat in den Sommerferien: Wer am weitesten fliegt, wer ganz zu Hause bleibt und wer die meisten 1.-August-Reden hältRegierungsräte sind grundsätzlich 365 Tage pro Jahr im Amt, eine gesetzliche Ferienregelung gibt es nicht. Aber in der Sommerferienzeit verreisen und entspannen auch sie. Die AZ zeigt gut drei Monate vor der Wahl, wohin es die Bisherigen zieht, welche Ziele die Neuen haben – und wer seine Ferienpläne geheim hält.
Weiterlesen »
Börsen-Ticker: SMI vorbörslich höher - Asien-Börsen starten mit Rückenwind in ereignisreiche WocheDie Schweizer Börse wird voraussichtlich mit Kursgewinnen in den Handel starten.
Weiterlesen »