Eine Volksinitiative von Mitte bis Grüne fordert, dass Mütter und Väter je 18 Wochen Elternurlaub erhalten sollen. Die Initiative soll den Arbeitskräftemangel lindern und den Babyboom fördern.
Eine Allianz von Mitte bis Grüne hat eine Idee, wie jedes Jahr 2500 zusätzliche Arbeitskräfte gewonnen werden könnten: mit der Familienzeit -Initiative. Wirtschaftsverbände sind wenig begeistert.14 Wochen für die Mutter, 2 Wochen für den Vater: So viel Urlaub steht in der Schweiz Eltern von Gesetzes wegen nach der Geburt eines Kindes zu.
80'000 Kinder sind im letzten Jahr in der Schweiz auf die Welt gekommen. Die Geburtenrate pro Frau ist auf rekordtiefe 1,3 gesunken. Die Initianten versprechen sich einen Babyboom, der helfen soll, die Sozialwerke finanziell zu sichern und den Arbeitskräftemangel zu lindern. «Die Schweiz braucht wieder mehr Kinder. Die Schweiz braucht mehr Fachkräfte. Und die Schweiz braucht starke KMU», sagte Nationalrat Dominik Blunschy .
Kathrin Bertschy, Co-Präsidentin von Alliance F und Berner GLP-Nationalrätin, sieht in der ausgedehnten Elternzeit sodann eine Investition. Sie rechnet jedes Jahr mit 2200 bis 2500 mehr Vollzeitbeschäftigten - weil Mütter früher und in höheren Pensen ihren Job wieder aufnehmen. Die Investition lohne sich: Sie werde innert 20 Jahren durch zusätzliche Steuern und Sozialversicherungsabgaben refinanziert.
Auch der Arbeitgeberverband ist skeptisch, dass eine Elternzeit die Vereinbarkeit von Beruf und Familie nachhaltig verbessert: «Aus unserer Sicht zielführender sind langfristige Massnahmen wie flexible Arbeitsformen und ein Ausbau der Drittbetreuungsangebote für Kinder», sagt Stefan Heini, Leiter Kommunikation.
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