Eine SRF-Recherche zeigt, dass viele Sicherheitskräfte in der Schweiz keine entsprechende Ausbildung haben. Der Aargau kontrolliert diese Ausbildung nicht, was zu Bedenken führt
Eine SRF-Reporterin hat sich undercover bei mehreren Sicherheitsfirmen beworben und kam dann auch tatsächlich zum Einsatz. Nur: Eine Aus- oder Weiterbildung für diesen Bereich hat sie nie abgeschlossen. Ist auch der Aargau von ungeschultem Sicherheitspersonal betroffen?Der Aargau er SP-Grossrat Rolf Schmid ist überzeugt: Sicherheitspersonal , wie es etwa in kantonalen Asylzentren zum Einsatz kommt, ist zu wenig geschult.
«Die grössten Vorwürfe, die regelmässig auftauchen, sind Diskriminierung», so der Politiker, der auch Präsident vom Verein Netzwerk Asyl Aargau ist. Hinzu komme, so Schmid weiter, dass der Sicherheitsdienst weder präventiv noch deeskalierend wirke. Auch eine Recherche von SRF kommt zum Schluss, dass eine entsprechende Ausbildung für viele Sicherheitsleute fehle. Dies werde im Kanton Aargau nicht kontrolliert, so der SP-Grossrat. «Wir haben klare Hinweise aus der Praxis erhalten», erklärt Schmid gegenüber dem Regionalsender Tele M1. Vereinzelt seien diese auch an den Kanton weitergeleitet worden.Dort bestätigt man, dass im Aargau keine entsprechenden Kontrollen durchgeführt werden. «Das liegt in der Verantwortung der privaten Sicherheitsfirma, welche den Auftrag für uns erfüllt», sagt Stefan Alexander, Leiter Asyl beim kantonalen Sozialdienst. Die jeweiligen Unternehmen müssten selbst sicherstellen, dass Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter die entsprechende Ausbildung mitbringen. Zudem würden die Aufträge vom Kanton alle vier Jahre neu ausgeschrieben. Firmen, die sich nicht an Vertragsklauseln halten, würden sich dabei ins eigene Fleisch schneiden, da künftig der Auftrag anderweitig vergeben würde. Und Alexander hält fest: «Sollten wir Sicherheitsleute feststellen, die wirklich nicht qualifiziert sind und dementsprechend negativ auffallen, würden wir dem sicher nachgehen.» Sprich: Der Kanton könnte in so einem Fall verlangen, dass die entsprechende Person ausgewechselt wird
Aargau Sicherheitspersonal Ausbildung Kontrollen Diskriminierung
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