Dem Mann, der am Dienstag vor Gericht steht, drohen zwölf Jahre Haft und Verwahrung. Er hofft auf eine medikamentöse Behandlung und auf eine mildere Strafe.
Dem Mann, der am Dienstag vor Gericht steht, drohen zwölf Jahre Haft und Verwahrung. Er hofft auf eine medikamentöse Behandlung und auf eine mildere Strafe.Der Verhaltenswandel, den der Beschuldigte während der Gerichtsverhandlung durchmacht, ist bemerkenswert. Ein 74-Jähriger ist angeklagt, weil er von 2015 bis 2022 Menschenhandel mit Minderjährigen aus der Slowakei betrieben und sie sexuell ausgebeutet haben soll.
Auch viele der sexuellen Übergriffe, die in Luzern stattfanden, filmte und fotografierte der Mann – «für mich als Erinnerung», wie er sagt. Zu sehen sind darauf sexuelle Handlungen zwischen ihm und den Kindern, masturbierende Buben und Szenen, in denen die Jungen – wenn sie zu zweit in Luzern waren – den eigenen Bruder von Hand oder oral befriedigen mussten.In den sieben Jahren überwies der Beschuldigte den Eltern der Geschwister fast 18’000 Franken.
Der Mann macht kein Geheimnis daraus, in den mittlerweile jungen Erwachsenen verliebt zu sein. Er habe ihn damals geliebt und tue es noch immer – auch wenn sie keinen Kontakt mehr hätten. «Wäre ich nicht im Gefängnis, so wären wir heute noch zusammen, davon bin ich überzeugt.»Der psychiatrische Gutachter diagnostiziert dem Mann homosexuelle Pädophilie. Das Rückfallrisiko schätzt er als hoch ein, die Behandlungsfähigkeit als gering.
Was er hingegen ganz genau weiss: Er will eine medikamentöse Behandlung. Eine Spritze, die die Libido senkt, soll verhindern, dass er je wieder sexuell übergriffig wird. Damit erhofft er sich, «eine kleine Chance zu haben», nicht wie vom Staatsanwalt gefordert zwölf Jahre lang ins Gefängnis zu müssen. «Denkt der Depp, ich überlebe das? Ganz sicher nicht. Da verrecke ich in der Zelle.
Buben Jahrelang Missbraucht Zu Haben – Und Sprich Kanton Luzern»
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