Die Stadt Zürich hat 303'201 Franken für ein Kletter- und Liegenetz beim Schulhaus Guggach im Kreis 6 ausgegeben. FDP-Gemeinderat Jehuda Spielman übt heftige Kritik an der Situation der öffentlichen Spielplätze in Zürich und fordert ein neues Leitbild und eine neue Strategie für deren Gestaltung. Er plädiert für farbenfrohere, kreativere und thematisch differenziertere Spielplätze, die auch die Bedürfnisse von Kleinkindern, Kindern mit Behinderungen und nichtrauchender Eltern berücksichtigen.
Zürich hat für ein Kletter- und Liegenetz beim Schulhaus Guggach im Kreis 6 303'201 Franken ausgegeben. Es handelt sich um eine Spezialanfertigung aufgrund der Hanglage. FDP -Gemeinderat Jehuda Spielman übt heftige Kritik : «Obwohl die Stadt Zürich so viel Geld für Spielplätze ausgibt, gehören sie trotzdem zu den tristesten und langweiligsten im ganzen Land. Kurzum: Sie sind eine Katastrophe.» Spielman hat im Gemeinderat einen ungewöhnlichen Vorstoss eingereicht.
Er will den Stadtrat beauftragen, ein neues Leitbild und eine neue Strategie für die öffentlichen Spielplätze zu entwickeln. Der FDP-Gemeinderat und Vater von zwei Kindern hat ziemlich genaue Vorstellungen, wie diese Spielplätze aussehen müssten: «Zunächst einmal müssen sie viel farbenfroher und kreativer gestaltet werden», sagt Spielman. Heute sähen die neuen Spielplätze überall gleich aus. Vorstellbar wären etwa thematisch und konzeptionell individuelle Spielplätze, beispielsweise Piraten-, Tier- oder Märchen-Spielwelten.Rauchverbot auf Spielplätzen gefordert Zudem fehlten heute Spielgeräte für Kleinkinder und Kinder mit geistigen und körperlichen Behinderungen, kritisiert Spielman. Und sehr stossend sei, dass heute das Rauchen auf Spielplätzen nicht verboten sei. «Es geht nicht an, dass Kinder und nichtrauchende Eltern immer noch zugequalmt werden. Zudem stellen herumliegende Zigarettenstummel ein ernsthaftes Problem dar, da Kleinkinder sie berühren oder in den Mund nehmen könnten.» Für Spielman ist am wichtigsten: Die Stadt müsse das Quartier und Eltern vor Ort vor dem Bau von neuen Spielplätzen in die Planung mit einbeziehen. «Man muss für die Kinder vor Ort bauen, nicht einfach überall teure und langweilige Kletterseile und Metallrutschen aufstellen und das Gefühl haben, man hat einen guten Job gemacht.» Das sagt die Stadt Zürich Grün Stadt Zürich, die für die rund 636 Zürcher Spielplätze verantwortlich ist, sie inspiziert und wartet, darf aufgrund des laufenden politischen Verfahrens keine Stellung zum Vorstoss nehmen. «Nach der Überweisung der Motion hat der Stadtrat zwei Jahre Zeit das Anliegen zu beantworten», sagt Mediensprecherin Tanja Huber. Der genannte Betrag von 300'000 Franken für das Kletter- und Liegenetz im Quartierpark Guggach sei aber klar irreführend: «Die Kosten von rund 300'000 Franken umfassen nicht einfach ein Spielgerät, sondern die Planung eines Parkelementes.» Aufgrund der Topografie – der Neigung und des Bachlaufs – sei die Sonderanfertigung einer Spiel-, Kletter- und Aufenthaltsinstallation in Hanglage nötig gewesen. «Die Kosten waren Teil der Erstellung der Parkanlage Guggach und wurden durch die Volksabstimmung angenommen», betont Huber. Die Umsetzung basiere auf einem Wettbewerb der Stadt sowie einer Machbarkeitsstudie und Rückmeldungen aus der Quartierbevölkerung anlässlich von zwei öffentlichen Veranstaltungen. «Der Quartierpark dient der Schule und den umliegenden Wohnsiedlungen als vielseitiger Erholungsraum für unterschiedliche Bedürfnisse.
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