Der Kanton Aargau erlebt einen starken Zuzug, vor allem aus Zürich. Der Preisboom auf dem Wohnungsmarkt verdrängt Einheimische und stellt die Zukunft des Kantons infrage.
Der Kanton Aargau erlebt ein starkes Bevölkerungswachstum , insbesondere durch Zuzug aus Zürich und dem Ausland. Die hohe Nachfrage nach Immobilien hat die Eigentumspreise in beliebten Bezirken wie Baden um über 40 % in einem Jahrzehnt erhöht. Der Kanton Aargau wächst seit Jahren rasant: Die Nähe zu den Wirtschaftszentren, eine gute Verkehrsanbindung und erschwinglichere Wohnkosten ziehen Menschen aus der ganzen Schweiz an.
Doch der Boom hat auch seine Schattenseiten – steigende Wohnpreise und eine zunehmende Verdrängung von Einheimischen. Die Nettozuwanderung in den Aargau hat sich in den letzten Jahren stark beschleunigt. Besonders deutlich ist der Trend aus dem benachbarten Zürich: Pro Jahr ziehen rund 3000 Personen mehr aus Zürich in den Aargau, als den umgekehrten Weg gehen – doppelt so viele wie vor der Pandemie. Besonders gefragt sind die Bezirke Baden, Bremgarten und Aarau. Auch aus dem Ausland kommen viele Neuzuzüger*innen, wie die jüngsten Zahlen zeigen: Im ersten Halbjahr 2024 wuchs die Aargauer Bevölkerung um 3820 Personen, darunter 2896 ausländische Staatsbürger. Eine Befragung durch das Forschungsinstitut Demoscope ergab, dass die meisten Zugezogenen gut ausgebildet, vollzeitbeschäftigt und an einem Eigenheim interessiert sind. Nur 4 von 10 neuen Einwohnern arbeiten auch im Aargau – die Mehrheit pendelt nach Zürich oder andere Kantone.Die hohe Nachfrage treibt die Wohnpreise in die Höhe. Eigentum im Bezirk Baden ist heute 42 Prozent teurer als vor zehn Jahren, im Bezirk Muri sind es 40 Prozent. Die Angebotsmieten stiegen im gleichen Zeitraum kantonsweit um 12 Prozent, während der Leerstand auf ein kritisches Niveau gesunken ist
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