Die deutsche Wirtschaft befürchtet im kommenden Jahr eine zunehmende Abwanderung von Unternehmen ins Ausland. Energieintensive Branchen seien besonders betroffen. Die DIHK spricht von einer strukturellen Krise am Standort Deutschland.
26.12.2024 11:26Quelle: imago/Rupert Oberhäuser Die deutsche Wirtschaft befürchtet im kommenden Jahr eine zunehmende Abwanderung von Unternehmen. «Die Verlagerung von Produktionsstätten ins Ausland hat schon begonnen», sagte der Präsident des Bundesverbandes Grosshandel, Aussenhandel, Dienstleistungen (BGA), Dirk Jandura, der Nachrichtenagentur Reuters. «Die Grossunternehmen verlagern, der Mittelstand leidet oder macht dicht.
Das ist eine Bankrott-Erklärung für den Wirtschaftsstandort Deutschland.» Die Gründe dafür seien struktureller Natur, die Entwicklung daher absehbar. Abwandern würden vor allem energieintensive Branchen, also Chemie, Metall, auch der Maschinenbau. «Die Kosten hier sind einfach zu hoch», sagte Jandura. Auch die Familienunternehmer befürchten den Weggang vieler Betriebe. «Wenn nach der Bundestagswahl nicht sofort die Wirtschaftswende eingeleitet wird, werden die Unternehmen verstärkt ins Ausland abwandern», sagte Verbandspräsidentin Marie-Christine Ostermann. «Besonders betroffen wären vom weiteren Stillstand die energieintensive Branchen und das verarbeitende Gewerbe, die bereits jetzt mit hohen Kosten und regulatorischen Hürden kämpfen.» Die Verluste an Arbeitsplätzen und beim Einkommen der Arbeitnehmer zögen dann alle Branchen runter, die vom Konsum abhängig seien.Die Deutsche Industrie- und Handelskammer (DIHK) spricht von einer strukturellen Krise, weil entscheidende Rahmenbedingungen am Standort Deutschland nicht mehr wettbewerbsfähig seien. «Die Unternehmen hierzulande müssen in den letzten Jahren viele neue Belastungen und zu viele staatliche Eingriffe verkraften», sagte DIHK-Präsident Peter Adrian. «Ihr Vertrauen in den Standort ist daher auf einem Tiefpunkt.» Das zeige sich gerade bei den Investitionen, die in diesem Jahr etwa sechs Prozentpunkte unter dem Vor-Corona-Niveau lägen. «Und die Tendenz ist weiter fallend», betonte Jandur
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