Wer wird der neue Chef des Olympischen Komitees?

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Wer wird der neue Chef des Olympischen Komitees?
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Die spannenden Kandidaten für das IOC-Präsidium stellen sich vor: Prinz Feisal Al Hussein aus Jordanien, David Lappartient, Johan Eliasch, Juan Antonio Samaranch junior, Kirsty Coventry, Sebastian Coe und Morinari Watanabe. Wer wird Thomas Bach beerben?

Wer wird der mächtigste Sport funktionär der Welt? Die glorreichen Sieben präsentieren sich vor Gianni Infantino auf dem Laufsteg. Es ist der einzige erlaubte Auftritt vor der Wahl Mitte März. Am IOC -Hauptsitz versuchen sechs Männer und eine Frau, die Mitglieder des Olympischen Ordens davon zu überzeugen, künftig ihr Anführer zu sein. An diesem wunderbar sonnigen Morgen am Lac Léman darf sich Lausanne wieder einmal als Nabel der Sport welt fühlen.

Eine beeindruckende Dichte an schwarzen Limousinen, die vor dem Sitz des Internationalen Olympischen Komitees auffährt und den Kreisel der Zufahrt in eine Stauzone verwandelt, unterstreicht das politische Gewicht der Anwesenden. Zumindest in deren Eigenwahrnehmung. So darf sich Fussball-Boss Gianni Infantino neuerdings als best Buddy des orangen Befehlsausgebers jenseits des Atlantiks fühlen. Zumindest erfährt der Walliser Büetzer-Bueb aktuell mehr trumpsche Lobhudelei als so manch politisches Schwergewicht.Infantino ist eines von insgesamt 98 IOC-Mitgliedern, die an diesem wunderbar sonnigen Morgen am Lac Léman Teil eines historischen Prozesses im Orden der fünf Ringe werden. Denn sechs Männer und eine Frau wollen Geschichte schreiben und als erst zehnter Mensch seit 1894 das Präsidium des IOC übernehmen. Mit Ausnahme des US-Amerikaners Avery Brundage (1952–1972) kamen alle bisherigen Präsidenten aus (West-)Europa. Anlässlich der IOC-Session vom 18. bis 21. März in Griechenland wählt diese Hundertschaft an wichtigen Persönlichkeiten (111 Wahlberechtigte) den wichtigsten unter ihnen für vorerst acht Jahre, den zukünftigen Leader der Sportwelt – selbstverständlich neben Gianni Infantino. Zuletzt durfte sich der Deutsche Thomas Bach während zwölf Jahren dermassen fühlen und auch gebaren.Im Rahmen des Wahlkampfs können sich die Frau und die sechs Männer an diesem wunderbar sonnigen Morgen am Lac Léman während je 15 Minuten mit ihren Ideen und Plänen als mögliche zukünftige Nummer 1 ans Wahlvolk richten. Fragen von den Stimmberechtigten sind ebenso wenig zugelassen wie weitere aktive Wahlauftritte der Präsidentschaftsanwärter. Wer mehr Einnahmen für alle verspricht, macht sich vielleicht schon verdächtig, zementiert damit aber traditionell seine Wahlchancen. Fragen beantworten müssen die Kandidierenden doch noch. Rund 40 Medienvertreter aus aller Welt haben das Privileg, in einem viel zu kleinen Konferenzraum im Dachstock des historischen Nebengebäudes ein persönliches Date mit den Kandidierenden abzuhalten. Damit es für die potenziellen künftigen Weltsportleader nicht zu schmerzhaft wird, ist die Interaktion auf jeweils zehn Minuten begrenzt. Ein Vertreter des IOC-Medienteams stoppt die Zeit mit seinem Handy.Der Reihe nach stellen sich Prinz Feisal Al Hussein aus Jordanien, der französische Radweltverbands-Präsident David Lappartient, Ski-Boss Johan Eliasch, der IOC-erprobte Spanier Juan Antonio Samaranch junior, Simbabwes Sportministerin Kirsty Coventry, Leichtathletik-Legende Sebastian Coe und der japanische Turnweltverband-Präsident Morinari Watanabe an diesem wunderbar sonnigen Morgen am Lac Léman der Interaktion. Anstatt «Bauer, ledig, sucht» heisst es hier «Sportkonzern, mächtig, sucht». Wer aber wird Bach beerben? Der 71-jährige selbst soll sich für die erst 41-jährige ehemalige Schwimm-Olympiasiegerin Kirsty Coventry ausgesprochen haben. Prompt wird sie von den Medien mehrmals auf diese Liaison angesprochen, umschifft diese Klippe aber gekonnt. Die zweifache Mutter wäre nicht nur die Jüngste aus dem Septett, sondern vor allem die erste Frau an der IOC-Spitze und die erste Vertreterin Afrikas in dieser Funktion.Neben ihr bringen auch Samaranch und Prinz Feisal Al Hussein Stallgeruch als langjährige Vorstandsmitglieder des IOC mit. Während der jüngere Bruder des jordanischen Königs noch an seinem Lächeln arbeiten muss, könnte für den 65-jährigen Spanier der Name sogar zur Hypothek werden. Sein Vater stand ab 1980 für 21 Jahre an der Spitze der Ringe-Organisation und wurde immer wieder wegen seines Führungsstils und der ausufernden Korruption im IOC kritisiert.Dass der Banker dem Vernehmen nach neben Coventry die grössten Wahlchancen haben soll, spricht nicht gerade für einen ausufernden Reformwillen im IOC. Vielleicht täuscht man sich aber auch in der Anpassungsfähigkeit der olympischen Funktionäre, unter denen sich neben Brigs verlorenem Fussballsohn mit dem 77-jährigen Neuenburger Denis Oswald ein zweiter Schweizer befindet. Der Ex-Olympiaruderer war 2013 einer von fünf Gegenkandidaten von Bach. Auf einen gewissen Reformwillen setzen insbesondere Watanabe und Coe. Der Turner aus Japan hat an diesem wunderbar sonnigen Morgen am Lac Léman sogar den Mut, die Rede vor den IOC-Mitgliedern seiner revolutionären Idee zu widmen. Er macht den ultimativen Spagat und will Olympische Spiele künftig zeitgleich in fünf Städten auf fünf Kontinenten abhalten – und so weltweite Beachtung sowie 24-Stunden-Beschallung bewirke

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