Ein Trend? Immer mehr Privatpersonen wollen Kulturgüter restituieren.
Rückführungen von – legal wie illegal erworbenen – Kulturgütern sorgen für Schlagzeilen und stellen Staaten und Museen auf der ganzen Welt vor rechtliche und ethische Herausforderungen. Häufiger wollen nun auch Private ihre Objekte restituieren. Ein Fall aus der Schweiz veranschaulicht das Vorgehen.So etwas geschieht nicht alle Tage: Eine Sammlung mit mehr als 60 präkolumbianischen Objekten wurde an mehrere Staaten in Mittel- und Südamerika übergeben.
Die häufigeren Abklärungen haben auch zu einer Zunahme von Rückführungen geführt: Im Jahr 2023 gab es 11 Restitutionen von 95 Objekten an acht Staaten, viel mehr als in den Jahren zuvor . Per Ende 2023 hatte die Schweiz insgesamt 6841 Kulturgüter restituiert. «Wir werden immer wieder von Personen kontaktiert, die nicht wissen, was mit ihrer Sammlung machen sollen», so Baraga. Etwa weil sie keine Kinder hätten oder diese sich nicht dafür interessierten.
Dazu kommt, dass sich Staaten überall auf der Welt stärker für ihr kulturelles Erbe einsetzen. Vor allem lateinamerikanische und afrikanische Staaten haben ihre Bemühungen intensiviert. Es gebe eine grosse Dynamik, sagt Baraga.In Swakopmund beschränkt sich das Gedenken an den Völkermord auf ein Museum am Stadtrand. Dort ist auch ein Fundstück aus der Schweiz.
In den letzten zwei Jahrzehnten gab es eine Zunahme von Rückführungen, teilt die kolumbianische Botschaft in der Schweiz mit. Besonders seit 2022 Gustavo Petro regiert, seien mehr Objekte zurückgegeben worden.
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