Verhandeln mit dem Teufel: Wie Mediation im Krieg funktioniert

Switzerland Nachrichten Nachrichten

Verhandeln mit dem Teufel: Wie Mediation im Krieg funktioniert
Switzerland Neuesten Nachrichten,Switzerland Schlagzeilen
  • 📰 swissinfo_de
  • ⏱ Reading Time:
  • 100 sec. here
  • 3 min. at publisher
  • 📊 Quality Score:
  • News: 43%
  • Publisher: 73%

Ethische Dilemmas gehören zum Alltag – ein Blick hinter die Kulissen der Friedensvermittlung.

Der ehemalige südafrikanische Präsident Nelson Mandela brachte die Kriegsparteien in Burundi 2002 zu einem Friedensabkommen. Eine Schlüsselrolle hinter den Kulissen spielten dabei ein Schweizer und ein südafrikanischer Vermittler. Auch Schweizer NGOs arbeiten hinter den Kulissen für den Frieden.

Hazan gehörte zu einem Team von humanitären Helfern, die 1993 in der Nähe von Mostar genau das tun mussten. Er beschreibt die entsetzlichen Bedingungen, den Gewichtsverlust der Gefangenen und das Wissen, dass die Zurückgebliebenen sterben könnten, sowie den Zynismus des Lagerleiters, der nur diejenigen freilassen wollte, die “keinen Wert” hatten, sprich keine Verwandten in Deutschland, Österreich oder der Schweiz, die ein Lösegeld bezahlen könnten.

Zu den Schweizer Nichtregierungsorganisatonen, die in der Friedensmediation tätig sind, gehören das HD Center und Interpeace, die ihren Sitz in Genf haben. Wie auch das IKRK, das ebenfalls mit allen Parteien in Konfliktgebieten spricht und mit dem Ziel der Linderung der Leiden der Zivilbevölkerung über Zugänge verhandelt.

“Ein Beispiel wäre, wenn ein Beamter der Vereinigten Staaten oder der Vereinten Nationen einen Prozess zwischen den Führungen der Konfliktparteien leitet.” Der US-Botschafter Richard Holbrooke gilt beispielsweise als Vermittler des Dayton-Abkommens, das in den 1990er-Jahren den Bosnienkrieg beendete. Jimmy Carter vermittelte 1978 das Camp-David-Abkommen für den Frieden im Nahen Osten zwischen den Führern von Ägypten und Israel.

Sie nennt das Beispiel eines Programms in Kenia, wo Interpeace mit der Nationalen Kommission für Zusammenhalt und Integration zusammenarbeitet, um ein Waffenstillstandsabkommen im Mandera-Dreieck, das an Äthiopien und Somalia grenzt, zu monitoren. In dieser Region gibt es seit langem gewaltsame Konflikte zwischen Clans und verschiedenen Gemeinschaften.

Eine der wichtigsten Erkenntnisse der Untersuchung ist seiner Meinung nach, dass Waffenstillstände von Natur aus politische Vereinbarungen sind. Das bedeutet, dass Vereinbarungen zur Beendigung von Gewalt von Fortschritten bei den Verhandlungen über die wichtigsten Fragen abhängen.

Wir haben diese Nachrichten zusammengefasst, damit Sie sie schnell lesen können. Wenn Sie sich für die Nachrichten interessieren, können Sie den vollständigen Text hier lesen. Weiterlesen:

swissinfo_de /  🏆 9. in CH

Switzerland Neuesten Nachrichten, Switzerland Schlagzeilen

Similar News:Sie können auch ähnliche Nachrichten wie diese lesen, die wir aus anderen Nachrichtenquellen gesammelt haben.

John Strelecky: Wie fühlt sich das Leben an wie ein Sieg?John Strelecky: Wie fühlt sich das Leben an wie ein Sieg?Der US-amerikanische Bestsellerautor John Strelecky ist ein Reisender, ein Suchender, der mit seinen millionenfach verkauften Büchern, übersetzt in 33 Sprachen, Menschen mit dem Versprechen erreicht, dass jede und jeder sein Leben verändern und einen Sinn darin entdecken kann.
Weiterlesen »

Für Mitglieder und Abonnentinnen. Diskutieren Sie mit!Für Mitglieder und Abonnentinnen. Diskutieren Sie mit!Wie bekannt ist Ihnen dieser Teil der Vergangenheit und wie betrifft er Sie persönlich?
Weiterlesen »

WHO verhandelt weiter über Pandemie-AbkommenWHO verhandelt weiter über Pandemie-AbkommenDie WHO-Mitglieder verhandeln weiterhin über ein globales Pandemie-Abkommen.
Weiterlesen »

Baufirmen in die Pflicht nehmen: Wie SVP-Nationalrätin Diana Gutjahr die Eisenleger-Mafia stoppen willBaufirmen in die Pflicht nehmen: Wie SVP-Nationalrätin Diana Gutjahr die Eisenleger-Mafia stoppen willBaufirmen in die Pflicht nehmen: Wie sich SVP-Nationalrätin Diana Gutjahr für ein altes linkes Anliegen einsetzt
Weiterlesen »

«Tööröööö»: Ähnlich wie wir Menschen rufen Elefanten einander beim Namen«Tööröööö»: Ähnlich wie wir Menschen rufen Elefanten einander beim NamenElefanten sind für ihre engen sozialen Bindungen bekannt. Nun zeigt sich, dass die Tiere sich offenbar auch mit namensähnlichen Rufen ansprechen.
Weiterlesen »

« Unternehmen wie Meyer Burger sind für uns eher spekulative Wetten»« Unternehmen wie Meyer Burger sind für uns eher spekulative Wetten»Birgitte Olsen, Fondsmanagerin bei Bellevue Asset Management, sucht profitable Unternehmen mit hoher Bilanzqualität. Im cash-Interview nennt sie Aktien aus der
Weiterlesen »



Render Time: 2025-04-06 07:41:06