Die Umweltverantwortungsinitiative verlangt, dass die «natürlichen Lebensgrundlagen erhalten bleiben». Die Schweiz ist weit davon entfernt.
Ihr Browser ist veraltet. Bitte aktualisieren Sie Ihren Browser auf die neueste Version, oder wechseln Sie auf einen anderen Browser wieDer Lebensstandard in der Schweiz ist hoch, aber zu welchem Preis für die Umwelt? Blick vom Gurten auf die Berner Alpen.Die Umweltverantwortungsinitiative fordert, dass die Schweiz nur so viel verbraucht, wie ihr zusteht, wenn die Ressourcen des Planeten nicht übernutzt werden sollen.Politische Gegner warnen vor Verarmung durch strenge Ressourcenziele.
Kolumbien ist das Mitglied des Industrieländerclubs OECD mit dem am wenigsten schlechten Wert: Es verbrauchte 2022 pro Kopf ein Drittel mehr Ressourcen, als zur Verfügung stehen, also 1,3 «Erden». Die Rechnung stammt vom Global Footprint Network, einer schweizerisch-amerikanischen Nichtregierungsorganisation.
Würden alle Menschen so konsumieren wie die Schweizer Bevölkerung, läge die globale Belastung sogar bei 2,5 «Erden». Damit weist die Schweiz unter den Industrieländern einen der besseren Werte aus. Der Petrostaat Katar und Luxemburg, das verhältnismässig viele energieintensive Betriebe zum Beispiel aus der Stahlindustrie beheimatet, verbrauchen beide über 7 «Erden». Am anderen Ende der Skala steht Ruanda mit 0,4.
Die verschiedenen Dimensionen basieren auf dem Konzept der planetaren Grenzen. Bereits vor 50 Jahren warnte der Club of Rome, eine Organisation bestehend aus Fachpersonen aus der ganzen Welt, dass die Umwelt dem Wirtschaftswachstum gewisse Leitplanken setze. Unter anderem aus diesem Gedanken heraus entstanden in den Jahren danach in verschiedenen westlichen Ländern die grünen Parteien.
Auch die Studie im Auftrag des Bundes stellt fest, dass die Schweiz insbesondere bei den Klimagasen im Rückstand liegt: 2018 betrugen die Treibhausgas-Emissionen pro Kopf demzufolge das Neunfache des Ziels, das die Autorinnen aus der Klimastrategie des Bundes für 2040 ableiten. Auch die Nährstoffbelastung der Gewässer war doppelt so hoch wie das Mass, das für die Umwelt nachhaltig wäre.
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