Am Donnerstag gab die UBS bekannt, dass sie die Marke Credit Suisse beerdigt und rund 3000 Mitarbeitenden entlassen wird. Aus der Politik hagelt es derweil aus unterschiedlichen Lagern Kritik.
«Bundesrat hat eine sehr schlechte Lösung gewählt»
Die Politik reagierte verärgert. SVP-Fraktionschef Thomas Aeschi kritisiert den 29 Milliarden Dollar hohen Reingewinn der UBS und schreibt auf X, ehemals Twitter: «Hier kommt der CS Schweiz Buchwert, der zur Rechtfertigung der Notrechts-Anwendung von Bundesrätin Karin Keller-Sutter kleingeredet wurde, ein letztes Mal zum Vorschein.»
SP-Co-Präsident Cédric Wermuth übt ebenfalls Kritik: «Haupteffekt der ganzen Übung sind gigantische Gewinne für die UBS, die Kosten fallen über Stellenabbau am Ende bei der Allgemeinheit ein. Spätestens jetzt ist klar: Der Bundesrat hat eine sehr schlechte Lösung gewählt.»«Wir bedauern das Ende der Credit Suisse», sagt FDP-Präsident Thierry Burkart zur CS-Integration.
Für Burkart ist weiterhin klar, dass die Nothilfe des Bundes nötig war: «Im März stand die Credit Suisse aufgrund gravierender Managementfehler am Abgrund. Dank dem entschlossenen Eingreifen von Finanzministerin Karin Keller-Suter konnte ein Konkurs der Credit Suisse abgewendet werden», so der FDP-Präsident.
Die UBS müsse nun ihre gesamtwirtschaftliche Verantwortung für die Schweiz wahrnehmen, sagt Burkart weiter. «Wir haben bereits in der Sommersession mittels Fraktionsvorstoss eine neue Finanzplatzstrategie gefordert.» Für die Zukunft sei es notwendig, dass Fehlanreize eliminiert und Massnahmen geprüft werden, wie das oberste Kader bei Verfehlungen stärker zur Verantwortung gezogen werden könne, so der FDP-Präsident.
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