Eine Untersuchung der Universität Zürich zeigt, dass über die Hälfte der Schweizer Bevölkerung KI nutzt und sich wohl dabei fühlt. Doch der israelische Historiker Yuval Noah Harari warnt vor künstlicher Intelligenz. Warum dem so ist? SRF-Wirtschaftsredaktor Andreas Kohli hat ihn zum Interview getroffen.
Passend zum Thema Themen in diesem Liveticker Chat-ProtokollKann man eigentlich sagen, was historisch so der «erste» Einsatz einer KI war?
Falls diverse Anwendungen von KI wirklich so vielfältig angewendet werden, wie das momentan propagiert wird, wird das enorme Ressourcen an Rohstoffen und Energie benötigen. Ist das mit den aktuell bekannten Vorkommen an Rohstoffen und dem zunehmenden Bedarf an Energie auch aus anderen Gründen überhaupt realisierbar? Gibt es dazu Daten?
Zudem sollen damit auch Risiken aufgezeigt werden. Denn es ist ja keineswegs so, dass die Technologie automatisch nur positiv genutzt würde. Selbstverständlich werden aber in der Forschung auch Lösungen auf die aktuellen Weltprobleme gesucht. Auch wenn die Besprebungen von ChatGPT mit der neuen Suchfunktion dorthin gehen, ist es noch nicht genug verlässlich. Es gibt spezialisierte Tools dafür bspw. https://www.perplexity.ai die auf Quellenbezug spezialisiert sind. In jedem Fall lohnt es sich wie auch bei der Google-Suche die angegebene Quelle zu konsultieren und ihre Glaubwürdigkeit zu prüfen, bevor sie sich darauf verlassen.
Ist es denkbar, die Technologie welche für die künstliche Intelligenz erforderlich ist, mit einer Blockchain zu kombinieren? Während des sogenannten «Trainings» des Systems «lernt» dieses, die Eingaben auf die gewünschten Ausgaben abzubilden . Cornelia Diethelm: Die Regulierung ist grundsätzlich an nationale Grenzen gebunden und erfolgt über die jeweils zuständigen Gremien . Besonders viel Aufmerksamkeit geniesst der AI Act der EU, welcher seit dem 1. August 2024 in Kraft ist. Herzstück bildet die Idee: Je grösser der potenzielle Schaden beim Einsatz von KI, desto höhere Anforderungen werden an das KI-System gestellt, bevor es auf den Markt kommen kann . Div.
In welcher Reihenfolge sehen die Expertinnen und Experten welche Berufsfelder durch AI bedroht? Ist die Behauptung, durch AI verlorene Stellen werden sich mit neuen Stellen die Waage halten, stichhaltig oder reines Wunschdenken? Katharina Zweig legt in ihrem Buch «Die KI war's!» in Beispielen dar, was passieren kann, wenn KI in der Verwaltung und in der Sicherheit eingesetzt wird, wo Personendaten das Datenmaterial darstellen.
Eigentlich finde ich KI faszinierend… obwohl sie manchmal Bull-shit Antworten gibt. Man kann sie aber sprechend belehren. Aber wie läuft es oder wie kann sie helfen wenn ich keine Winterreifen habe aber auf Schneebedeckter Strasse fahren und ein allgemeines Verkehrschaos herrscht? …. Ich habe eine Lösung gefunden…. Kann es die KI?
In der EU ist der AI Act diesen August in Kraft getreten: Dieser teilt KI-Systeme in unterschiedliche Risiko-Kategorien ein, sodass auch Schutzsysteme dafür installiert werden müssen. Weiter wird auf surpranationaler Ebene versucht, ein UN Büro für datengetriebene Systeme zu installieren. Generell sind aber alle in der Pflicht, KI-Systeme verantwortungswürdig einzusetzen.
Wie kann KI dabei helfen, Berggebiete und ländliche Räume in der CH wirtschaftlich zu stärken und zukunftsfähig zu machen? Gibt es konkrete Beispiele, wie KI in ähnlichen peripheren Regionen weltweit erfolgreich eingesetzt wurde? Wie können Gemeinden den digitalen und technologischen Rückstand im Vergleich zu urbanen Zentren aufholen? Wie können KI-gestützte Technologien dazu beitragen, neue Arbeitsplätze in ländlichen Gebieten zu schaffen,...
Tatsächlich denke ich, die grösste gesellschaftliche Herausforderung im Umgang mit KI-Systemen wird es sein, den Wert und die Würde des Menschen so hochzuachten, dass wir KI da einsetzen, wo es sinnvoll ist, anstatt freiwillig unsere Freiheiten aufzugeben. Dies könnte z.B. passieren, da wir uns gegenüber der Technik minderwertig vorkommen . Oder, weil wir eben zu bequem werden.
Kann man mich Klonen ich meine mich mit meinem Gesicht zeigen aber mit komplett falschen aussagen Also in Bild und Ton Diese Themen stecken jedoch noch in den Kinderschuhen und persönlich bin ich skeptisch, ob wir die Herausforderung von Desinformation und gefälschtem Bildmaterial technisch in den Griff bekommen. Für besser halte ich Bildung und Medienkompetenzförderung sowie Qualitätsjournalismus, der für glaubwürdige Publikationen steht.
Nathalie Klauser: Das ist eine Befürchtung, die sich bei allen Technologie-Sprüngen zeigte: Buchdruck: Wir werden verlernen zu schreiben/ TV: Wir verlernen zu interagieren und konsumieren nur noch Inhalte/ Internet: Wir verlernen in der Natur bzw. Realität zu leben und bleiben nur noch im Cyberspace. Ihre Frage scheint mir in eine ähnliche Richtung zu gehen.
Ist es möglich, dass die KI Zugriff auf andere Sachen erhalten kann, bspw indem sie eine Website hackt, wäre das möglich? Muss man als Student Angst um einen zukünftigen Job haben? Muss man Angst haben vor Jobverlust durch KI? Ich denke nicht. KI-Systeme als Tools werden sich sicher in jedem Bereich, wo sich Anwendungsmöglichkeiten ergeben, auch eingesetzt werden , und Tätigkeiten werden sich verändern. Aber Jobs sind mehr als Tätigkeiten .
Hallo 1. Welche KI – Applikationen empfehlen Sie für Einsteiger? 2. Ist es ratsam eher kostenpflichtige KI Applikationen zu verwenden oder spielt es keine Rolle 3. Welche Risiken sehen Sie beim Einsatz von KI und worauf sollte man besonders achten? Ich habe ChatGPT aber ich möchte nicht schreiben, sondern kommunizieren ohne, dass ich die Antworten schriftlich bekomme und lesen muss. Ich möchte ein Gespräch führen wie mit einer realen Person. Wie mache ich das?
2) Datenkompetenz: Lernen, wie Daten gesammelt, verarbeitet und analysiert werden, da sie das Fundament jeder KI-Lösung bilden. Sprachmodelle wie ChatGPT sind ja im Grundsatz nur statistische Modelle die das nächst wahrscheinliche Wort ausspucken. Intelligent wie ein Lebewesen sind aber nicht, habe ich das richtig verstanden?
Thilo Stadelmann: Das ist eine umfangreiche Frage, ich beantworte wegen Zeichenbeschränkungen mal 1-4 : 3. Natürlich. Ein Beispiel: Wir entwickelten kürzlich zusammen mit dem Unispital Zürich ein KI-System, das bestimmte Fehlalarme auf der Intensivstation erkennt. Dadurch ist das Pflegepersonal weniger gehetzt und kann sich auf die wirklichen Notfälle konzentrieren. Das kommt den Patientinnen und Patienten zu Gute.
7. Kosten steigen ja u.a., weil es immer komplexere Behandlungsmehtoden gibt. KI macht die Sache nicht weniger komplex. Und über Triagen sollten wir besser nicht nachdenken, der hippokratische Eid ist eine hohe Errungenschaft.»Sarah Genner: KI ist keine Kristallkugel. Aber KI kann mit mathematischen Wahrscheinlichkeiten sehr gut umgehen.
Rückfrage an Cornelia Diethelm zu Transkripte und Zusammenfassungen: Danke. Gibt es eine Art Übersicht für Ahnungslose wo man nachschauen kann welche KI welche Funktionen anbietet? Ob kostenlos oder nicht, es müsste halt für die Privatperson zugänglich sein. Sarah Genner: Besten Dank für diese wichtige Frage, für die es meines Wissens noch keine belastbaren und publizierten Antworten gibt. Mich beschäftigt der enorme Energieverbrauch von KI-Modellen ebenfalls. Dafür verwende ich ebenfalls die Faustregel: Prompten verbraucht etwa 10 mal soviel Energie wie eine Google-Suche. Da bereits googlen als ein grosser Treiber von Treibhausgasen kritisiert wurde , müsste uns das Thema mehr bewegen.
Umso wichtiger und wertvoller ist, wenn konkrete Einsatzgebiete in Fachzeitschriften, an Fachanlässen sowie in Aus-und Weiterbildungen integriert werden. Das hilft zu sehen, wo KI für ganz unterschiedliche Tätigkeiten einen Nutzen stiften kann . Was auch noch eine gute Idee ist für die Unternehmen: Eine interne «Allianz der Willigen» aufbauen von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern aller Level, die sich zu den Möglichkeiten austauschen; und auch extern mit anderen Unternehmen vernetzen, um sich Input von aussen zu holen. Eine gute Anlaufstelle hierzu in der Schweiz ist die Data Innovation Alliance.
Sarah Genner: Deepfake-Pornografie ist eines der hässlichsten Themen der Gegenwart. Es gibt eine Studie einer US-amerikanischen Cybersicherheitsfirma von 2023, die folgende Zahl enthält: Deepfake-Pornografie macht 98% aller Deepfake-Videos im Internet aus. Hier ist die Quelle. Ebenso ist fraglich, ob dies überhaupt als echte Partizipation angesehen werden kann – oder lediglich als eine Erhöhung der abgegebenen Stimmen, ohne dass sich die Wählenden ernsthaft mit den möglichen Konsequenzen ihrer Entscheidungen auseinandersetzen.
Generell könnten hier natürlich auch gewisse KI-Regulierungen greifen, die mehr Transparenz fordern, was die Daten angeht. Ein Unternehmen ist in der Regel dann erfolgreich, wenn es die Kundenwünsche möglichst gut abdeckt. Deshalb wird es auch im Bereich der «AI Agents» sicher zu einem Wettbewerb kommen.
In Taiwan wird die politische Deliberation durch KI unterstützt und sichert auch so, dass die junge Bevölkerung sich stärker einbringt. Generell helfen datengetriebene Systeme auch zu detektieren, wo Handlungsbedarf besteht und welche politischen Machtinstrumente überhaupt zur Verfügung stehen. Ein spannendes Projekt hierbei ist im Klimabereich OK Klima.
Thomas Hofmann: Es gibt ein sehr breites Spektrum von Start-ups in der Schweiz, insbesondere im Bereich der KI. Viele dieser jungen Firmen sind führend in der Welt und sind Innovatoren und Vorreiter. Die Stärke liegt oft in der technischen Kompetenz. Zu den Herausforderungen gehört der Zugang zu einem grossen Markt und auch zu Risikokapital, vor allem in der Wachstumsphase.
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