In einem Zoom-Meeting vergibt die Fifa am Mittwoch die Weltmeisterschaften 2030 und 2034. Überraschungen bleiben aus.
In einem virtuellen Fifa-Kongress wird am Mittwoch über die Vergabe der WM-Endrunden 2030 und 2034 abgestimmt. Spannend wie in früheren Jahren wird es nicht werden. Denn für beide Turniere gibt es jeweils nur eine Kandidatur:
Bislang hat sich noch keiner der 211 Mitgliedsverbände eindeutig gegen beide Vorschläge positioniert. Auch kritische Stimmen gegenüber Saudi-Arabien als WM-Austragungsort gibt es nur ganz wenige. Zuletzt hat sich zudem der mächtige DFB für Saudi-Arabien ausgesprochen. Der Schweizerische Fussballverband liess am Dienstagvormittag in einem Mediencommuniqué verlauten, dass man dafür stimmen werde, dass Saudi-Arabien den Zuschlag erhalte. Gleichzeitig meldete der SFV Bedenken im Bereich der Arbeiter- und Menschenrechte an.
Entweder zweimal Ja oder zweimal Nein Auch das Wahl-Prozedere schliesst eine Überraschung praktisch aus. So wird gleichzeitig über die Vergabe der beiden Weltmeisterschaften abgestimmt. Will heissen: Wer gegen eine WM 2034 in Saudi-Arabien stimmen will, stimmt damit auch gegen eine Endrunde 2030 in Spanien, Portugal und Marokko. Gegenstimmen von europäischen Mitgliedsverbänden sind daher kaum zu erwarten.
Doppelvergaben: Einst abgeschafft, jetzt wieder erlaubt Die kommende WM wird 2026 in Nordamerika ausgetragen. Das Turnier war 2018 einzeln vergeben worden, nachdem Doppelvergaben, welche Absprachen begünstigen können, bei der Fifa-Reform 2016 abgeschafft worden waren. Die Fifa beschloss indes auf ihrem Kongress im Mai 2024 in Bangkok eine Statutenänderung, welche solche Doppelvergaben wieder ermöglichen.
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