Nach der Leerkündigung dreier Häuser der «Sugus»-Siedlung bleiben die Sorgen der betroffenen Mietenden gross. Auch zwei Wochen nach Bekanntwerden der Kündigungen sitzt der Schock noch tief. Die Mieter sehen keine Notwendigkeit für eine Totalsanierung und befürchten Gewinnmaximierung durch Leerstände.
Nach der Leerkündigung dreier Häuser der «Sugus»-Siedlung bleiben die Sorgen der betroffenen Mietenden gross. Nach einem Info-Anlass schöpfen einige von ihnen jedoch Zuversicht.Auch zwei Wochen, nachdem die Kündigungen in den drei «Sugus»-Häusern an die Öffentlichkeit gelangt sind, sitzt der Schock bei den Mietenden tief..
Er fand im Kreis 6 eine «schöne, günstige Wohnung». Für seine Töchter sei es jedoch «schlimm» gewesen. Zu langer Schulweg, entwurzelt vom ehemaligen Quartier, weg von der Mutter, weg von den Freunden. Brunner musste handeln.Die nächste neue Heimat wurde 2019 eine Zweieinhalb-Zimmer-Wohnung bei der Josefwiese. «Die war klein und teuer, aber immerhin waren meine Töchter wieder in ihrem Umfeld, das sie seit Geburt kannten.
«Ich habe mich über die Jahre per Brief immer wieder bei der Verwaltung der «Sugus»-Häuser gemeldet», sagt Brunner. Er habe schon immer dort wohnen wollen.Aus dem Nichts kam im vergangenen Jahr der rettende Anruf, eine Wohnung war vakant. Er und vier andere Parteien gingen zur Besichtigung, leider hatte er kein Glück, die Wohnung ging an jemand anderes.
Das Gedankenkarussell dreht. Hätte er die erste Wohnung in der Siedlung erhalten, könnte er jetzt bleiben. Sie fällt in die Erbmasse eines der beiden Bachmann-Söhne und bleibt mit der alten, allseits beliebten, Verwaltung bestehen. Das bestätigt die SIMO Immobilien GmbH auf ihrer Webseite. Steffen bezahlt für ihre Dreieinhalb-Zimmer-Wohnung mit Waschturm 1675 Franken Miete. «Wegen der Bahngeleise ist es manchmal etwas laut, im Sommer zudem ziemlich heiss. Ansonsten gibt es jedoch gar nichts an der Wohnung auszusetzen.»Montagabend, 18.30 Uhr. Im Zollhaus findet ein Info-Anlass statt.
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