Das Basler Erziehungsdepartement plant eine Verschärfung der Absenzenregelung an Gymnasien. Die neue Regelung soll eine Anwesenheitspflicht von 80 Prozent vorschreiben. Schülerinnen und Schüler protestieren gegen die Pläne und fordern bessere Unterstützung und Aufklärung an den Schulen.
Basel -Stadt's Erziehungsdepartement (ED) plant eine Verschärfung der Absenzenregelung an Gymnasien. Die neue Regelung soll eine Anwesenheitspflicht von 80 Prozent vorschreiben. Schüler innen und Schüler , die diese Grenze nicht erreichen, werden in Zukunft nicht zur Maturität sprüfung zugelassen. Der Kanton argumentiert, dass diese Anpassung notwendig sei, um den Unterricht bestmöglich zu besuchen und den Lernfortschritt zu gewährleisten.
Die Pläne stießen jedoch auf Kritik seitens der Schüler und Lernenden. Eine neu gegründete Jugendgewerkschaft, die Freie Arbeiter*innen Jugend Basel (FAJ), hat eine Petition gestartet, die die Rücknahme der Verschärfung fordert. Die FAJ argumentiert, dass die pauschale Regelung die Rechte der Schülerinnen und Schüler verletze und besonders die, die bereits mit großen Belastungen zu kämpfen haben, benachteilige. Sie befürchten, dass die Angst vor Absenzen zu einer Zunahme der überanstrengten Schüler, die aus gesundheitlichen Gründen zur Schule gehen, führen könnte.Die FAJ fordert bessere Aufklärung an den Schulen über Leistungsdruck und psychische Gesundheit sowie den Ausbau von Unterstützungsangeboten wie Schulpsychologinnen und -psychologen. Sie betont, dass Bildung für alle zugänglich sein sollte und nicht durch Angst vor Absenzen behindert werden darf. Die ED hingegen betont, dass die Regelung keine Verschärfung sei, sondern die bisherige Praxis präzisieren wolle, welche nicht juristisch abschließbare Formulierungen enthielt. Die Debatte über die Absenzenregelung führt zu einem wichtigen Diskurs über die Rechte der Schüler, den Leistungsdruck in der Bildung und die Unterstützung von Schülerinnen und Schülern mit psychischen Problemen.
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