Der deutsche Bundeskanzler Olaf Scholz wirbt um benötigte Arbeitskräfte im Ausland - und betont die Weltoffenheit Deutschlands.
Der deutsche Bundeskanzler Olaf Scholz wirbt um benötigte Arbeitskräfte im Ausland - und betont die Weltoffenheit Deutschlands.Quelle: IMAGO/Wolfgang Maria Weber
Ein Jahr vor der nächsten Bundestagswahl steht für Scholz viel auf dem Spiel. Migration war das entscheidende Thema bei einer Reihe von Landtagswahlen, die für die von ihm geführte Ampelkoalition katastrophal ausgingen. Die AfD gewann die Wahlen in Thüringen — der erste Triumph einer Rechtsaussenpartei in einem deutschen Bundesland seit dem Zweiten Weltkrieg — und musste sich in Sachsen und Brandenburg nur knapp mit dem zweiten Platz begnügen.
«Die Ablehnung von Migration ist in einer Demokratie eine vertretbare Position. Dem kommt man bei, wenn man zeigt, dass es funktioniert», sagte Enzo Weber, Arbeitsmarktökonom am IAB. «Damit wird man den harten Kern der Rechten, die Migration ablehnen, natürlich nicht bekommen. Aber man kann die vielen erreichen, die sich selbst benachteiligt fühlen.
«Weltoffenheit ist für uns als Exportland enorm wichtig, nicht nur mit dem Blick auf die Fachkräfte, sondern auch mit Blick auf neue Märkte», sagte Scholz am Mittwoch in einer Rede zum 150-jährigen Jubiläum des SpezialchemikalienhändlersSein Plan erinnert an die 1950er- und 60er-Jahre, als Millionen Gastarbeiter aus Ländern wie der Türkei und Italien kamen, so Steffen Angenendt, Senior Fellow der Stiftung Wissenschaft und Politik , der seit mehr...
Eine Herausforderung besteht jedoch darin, Menschen zu ermutigen, in einem Land zu bleiben, das von ausländischen Arbeitnehmern schlecht bewertet wird. Laut einer Umfrage von InterNations gehört Deutschland zu den Ländern, die am schlechtesten benotet werden, wenn es darum geht, sich dort heimisch zu fühlen. Zwei Fünftel der Befragten fanden es schwierig, sich an die hiesige Kultur zu gewöhnen, und fast ein Drittel fühlte sich nicht willkommen.
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