Dieser Appenzeller brachte die Schweiz zum Staunen, war an der Weltausstellung in Brüssel und trat in den USA in auf: «Sabor» war einer der ersten Roboter in Europa. Nun kehrt der Maschinenmensch in seine Heimat zurück. Das Zeughaus Teufen AR würdigt seine Geschichte mit unveröffentlichtem Archivmaterial.
1961 hätte der Maschinenmensch Sabor eigentlich mit Frank Sinatra auf einer Bühne gestanden. Die Appenzeller Sensation war zu Besuch in den USA. Doch der Auftritt in einem Jazzkeller konnte nicht stattfinden. Sabor war zu gross und kam die Treppe nicht runter.
Das mechanische Wissen war sicher eine Grundlage, um überhaupt in dieses Tüfteln und Basteln zu kommen», sagt Lilia Glanzmann, die Co-Leiterin des Zeughaus Teufen. Dort ist Sabor aktuell ausgestellt. Das erste Modell von Sabor war noch aus Holz und Stoff. Es konnte bereits per Funk gesteuert werden. Dann erhält Sabor einen Aluminiumpanzer und einen eleganten Kopf, der von einem deutschen Künstler aus Kupfer geschlagen wurde. Der Roboter konnte sich langsam auf Rollen fortbewegen, winken, den Kopf drehen, mit den Augenlidern klappern, den Mund bewegen und sprechen.
«Der Steuermann hatte auch ein Lexikon, um auf Fragen aus dem Publikum möglichst schnell die passende Antwort parat zu haben», erzählt Lilia Glanzmann. Vor allem mit einem Trick begeisterte Sabor: Er konnte Feuer geben und rauchen. Das zeichnete damals offensichtlich eine Maschine als menschlich aus.
Im Zentrum steht Sabor selbst: Weiss angemalt mit Plexiglashelm. In den 1970er-Jahren bekam er den Astronautenlook verpasst. Es war die Zeit der Mondlandungen. Besonders bemerkenswert ist eine Fotostrecke des LIFE Magazine-Fotografen Ralph Crane, die eindrücklich zeigt, wie Sabor Jung und Alt begeisterte.Er trat an Messen und in Kaufhäusern auf oder einfach auf der Strasse, die man eigens für ihn sperrte. In den Niederlanden überreichte er der Königin Blumen.
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