Der bundeseigene Rüstungsbetrieb Ruag wird von einem schweren Betrugsskandal erschüttert. Ein neuer Bericht zeigt: Die Konzernleitung und das VBS hatten früh Hinweise – und taten nichts.
Ihr Browser ist veraltet. Bitte aktualisieren Sie Ihren Browser auf die neueste Version, oder wechseln Sie auf einen anderen Browser wieDer bundeseigene Rüstungsbetrieb Ruag wird von einem schweren Betrugsskandal erschüttert. Ein neuer Bericht zeigt: Die Konzernleitung und das VBS hatten früh Hinweise – und taten nichts.Der mutmassliche Betrug entstand beim Handel von Ersatzteilen von Leopard-2-Panzern.
Im Wallis nahm man erstaunt – aber auch mit Stolz – zur Kenntnis, was für eine steile Karriere der junge Mann in der «Üsserschwiiz» hinlegte. Drei Jahre nach seinem Studium hatte er bei der Ruag bereits eine Kaderposition inne. Was genau er beim Rüstungskonzern tat, wusste in seinem Umfeld niemand so genau. Nur dass er offenbar erfolgreich war.
Das vermeintlich «wertvolle» Material, dessen Wert der Kadermann selbst festlegte, wurde in den Lagerbestand der Ruag Schweiz eingebucht.Wie sich Jahre später herausstellen sollte, ging der Walliser genau umgekehrt vor: Er wies das geringwertige Material der Schweizer Ruag zu, während das wertvolle Material in Deutschland landete. Von dort verkaufte er die Teile zu tiefen Preisen an ein Unternehmen in Niedersachsen weiter.
Zu dieser Zeit drohte ihrem Geschäftsmodell das jähe Ende. Im August 2019, als der Walliser gerade auf einer Rennbahn in Sachsen-Anhalt seine Runden drehte, erreichte den Verwaltungsratspräsidenten seiner Arbeitgeberin, Remo Lütolf, und VBS-Vorsteherinbrisante Post. Gemäss EFK handelte es sich bei dem Schreiben um eine «sehr gezielte Whistleblowing-Meldung».
Die restlichen Teile im angeblichen Wert von 3 Millionen Euro verkaufte er über die Ruag Deutschland an seinen Geschäftspartner. Eine Ruag-interne Analyse im Jahr 2023 ergab, dass der effektive Wert dieser Panzerstücke gemäss einer Nato-Referenzliste bei bis zu 48 Millionen Euro lag. Beim Deal landeten auch 17 Panzerrohre im Wert von 1,7 Millionen Franken laut EFK-Bericht «kostenlos» beim deutschen Geschäftspartner.
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