Rechte Gewalt in Deutschland: «Das ist heute die Normalität»

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Der tätliche Angriff auf einen SPD-Politiker in Dresden hat viele schockiert. Jakob Springfeld, Autor und Aktivist aus Sachsen, sieht eine lange Kontinuität politischer Ignoranz gegenüber dem Rechtsextremismus.

Demo gegen rechte Gewalt am Sonntag in Berlin: «Viele Akti­vist:in­nen beklagen, dass es zwar Applaus gibt, aber kaum politische Konsequenzen», sagt Jakob Springfeld.WOZ: Jakob Springfeld, am vergangenen Freitag haben in Dresden mutmasslich rechtsextreme Jugendliche den sächsischen SPD-Spitzenkandidaten Matthias Ecke angegriffen, als dieser am Plakatieren war. Ecke musste danach mit gravierenden Gesichtsverletzungen notoperiert werden.

Ja, ich habe ihn 2021 bei einer Onlineveranstaltung der Friedrich-Ebert-Stiftung über «Zukunftsräume Ostdeutschlands» kennengelernt. Wir redeten auch darüber, wie gefährlich es ist – zumindest in Kleinstädten Sachsens –, allein Parteiplakate aufzuhängen. Dass ein brutaler Gewaltakt dieser Art nun auch in Dresden, einer Grossstadt, möglich ist, zeigt den Ernst der Lage.

Nein. Ich frage mich eher, in der wievielten Dimension wir mittlerweile leben. Ob NSU-Komplex, die tödlichen Anschläge in Hanau, München, Halle oder der Mord am Kasseler CDU-Regierungspräsidenten Walter Lübcke – seit 1990 starben mindestens 219 Menschen durch rechts motivierte Gewalt in Deutschland. Jetzt traf die Gewalt Faesers Parteigenossen Matthias Ecke. Das ist bedauerlich und zu verurteilen, aber es ist keine neue Dimension.

Sie ist angespannt: Auf der einen Seite haben die jüngsten bundesweiten Massenproteste gegen die AfD und den politischen Rechtsruck vielen antifaschistischen Initiativen Auftrieb gegeben. Andererseits beklagen viele Aktivist:innen, dass es zwar viel Applaus gegeben hat, aber kaum politische Konsequenzen. Bedrohungen gehören für sie gerade im Osten zum Alltag. Das treibt die Hürde, gegen den Rechtsruck anzukämpfen, nach oben.

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