Westliche Experten bezweifeln den vom Kreml geäusserten Verdacht, dass die Ukraine hinter dem Anschlag in Moskau stecken könnte. Für ihn sei klar, dass das Bekennerschreiben, welches der IS nach dem Anschlag veröffentlicht habe, echt sei, sagt Peter Neumann, Professor und Terrorismusexperte am Kings College in London. Das passe ins Bild.
Nach dem Terroranschlag in Moskau sind weiter viele Fragen nach Tätern, Hintermännern und Motiven offen. Die Terrormiliz Islamischer Staat reklamierte den Angriff auf die Konzerthalle für sich. Kremlchef Wladimir Putin hingegen behauptet, es gebe eine Spur, die in die Ukraine führe. Terrorismusexperte Peter Neumann deutet Putins Aussage als Versuch, von seinem eigenen Versagen abzulenken.
Putin: Täter wollten in die Ukraine fliehen Box aufklappen Box zuklappen Russlands Präsident Wladimir Putin sprach in einer vom Staatsfernsehen übertragenen Rede am Samstagnachmittag von einer angeblichen Verwicklung der Ukraine in den Terroranschlag.
Die Ukraine, gegen die Russland seit mehr als zwei Jahren einen brutalen Angriffskrieg führt, hat Gerüchte über eine Beteiligung deutlich zurückgewiesen.Ich glaube schon. Das waren sehr konkrete Warnungen. Am 7. März kamen die Amerikaner mit einer Warnung, die sie auch auf der Webseite ihrer eigenen Botschaft veröffentlicht haben. Da stand drin, es gebe in den nächsten Tagen Anschläge auf grosse Ansammlungen von Menschen.
Das lässt Putin sehr schlecht aussehen – ausser, es gelingt ihm, die Schuld für diese Anschläge in eine ganz andere Richtung zu drehen, nämlich in Richtung Ukraine. Noch vor vier Tagen hat Wladimir Putin diese Warnungen im Prinzip lächerlich gemacht und gesagt, da sei nichts dran. Entweder haben also die russischen Sicherheitsbehörden nicht aufgepasst oder sind nicht kompetent genug, um diese Anschläge zu verhindern.
Wenn ich in Russland für Sicherheit verantwortlich wäre, dann würde ich mir schon Sorgen machen. Natürlich fragen sich nun wohl die russischen Sicherheitsbehörden, ob es da möglicherweise noch andere Zellen, andere Pläne gibt. Der IS-Ableger ISKP, der wahrscheinlich dafür verantwortlich war, ist eine Gruppe, die relativ professionell organisiert ist.
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