Werner Meyer modelliert Pilze, Helene Schneider prüft auf Gift. Modelle faszinieren, und Selbstsicherheit schützt vor Unfällen beim Sammeln.
Der ehemalige Coiffeur verwendet Haarlack und Rasierklingen für feine Arbeiten.Sie nutzt ein Mikroskop, um Pilzarten und mögliche Vergiftungsgefahren zu bestimmen.
Ein Grossteil des «Werkzeugkastens» von Werner Meyer mit Polyurethan-Schaum, Rasierklinge, 2 Skalpellen, Pinzette, Schere und Flachzange. Was fehlt: Die stehende Lupe.Auf Moos gebettet stehen verschiedenste Steinpilzarten und Fliegenpilze nebeneinander. Giftig oder essbar, fragt sich der Betrachter? «Weder, noch», lautet Meyers Antwort, «künstlich.»Pilze auf der Pizza mag ich sehr.
«Ich musste mit verschiedensten Materialien beginnen, auch mit Formalin», sagt Meyer. Dies habe sich nicht bewährt. Improvisieren und experimentieren musste er in der Anfangszeit immer wieder. «Es gab keine Literatur mit Anleitungen und Tipps für diese Art der Fabrikation.» Im Anfangsstadium stiess er auf Montageschaum, der unter anderem als Dichtmasse auf vielen Baustellen zu finden ist.
«Nein, das mache ich nicht», antwortet der Pilzmodellierer auf die Frage, ob er seinen Lebensabend damit verbringt, seine Pilze von Ausstellung zu Ausstellung zu karren und das immense Wissen über seine Arbeit und über echte Pilze weiterzugeben. In Ringgenberg macht er eine Ausnahme.Obwohl, Letzteres war einst der Anlass, mit der Fabrikation der Modelle anzufangen.
«Glücklicherweise gibt es wenig Einsätze», sagt Schneider. Im vergangenen Jahr waren es deren drei und 2024 erst einer. «Kommt dazu, dass ich bei Fällen im Spital das nicht ganz leichte Mikroskop zu Hause lassen kann, denn vor Ort ist dieses vorhanden.»Ein besonderer Reiz an ihrer Aufgabe sei das Kennenlernen eines Pilzes, sagt Schneider.
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