Thierry Moosbrugger, der Ombudsmann des Kantons Basel-Stadt, spricht im Interview über seine Arbeit, die Herausforderungen der Weihnachtszeit und die zunehmende Zahl von Konflikten in der Gesellschaft.
Thierry Moosbrugger, Sie sind der Ombudsmann der Stadt Basel. Ihr Büro befindet sich mitten in der Altstadt. Während andere in Vorweihnachtsstimmung durch die Gassen schlendern, beschäftigen Sie sich mit Problemen. Ein Traumberuf? Ja, für mich definitiv. Ombudsmann zu sein, ist anspruchsvoll und gleichzeitig schön. Gerade in der Weihnachtszeit.Wer uns aufsucht, steckt in einer Konfliktsituation, die meistens belastend ist.
Die Ombudsstelle ist der Ort, an dem Menschen gehört und gesehen werden, wo wir versuchen, eine Lösung zu finden. Wenn es gelingt, jemanden von einem Problem zu entlasten, macht die Arbeit Freude.Der Kanton Basel-Stadt hat rund 10’000 Verwaltungsangestellte. Für alle Beschwerden, die in irgendeiner Weise mit der Basler Verwaltung zu tun haben, sind wir bei der Ombudsstelle zuständig.Foto: Nicole Pont / Tamedia AG, 58, ist seit 2018 Ombudsmann des Kantons Basel-Stadt. Er hat Theologie studiert, war 25 Jahre lang katholischer Seelsorger und hat sich danach zum Mediator ausbilden lassen. Sein Buch «50 × besser streiten» ist ein Ratgeber mit vielen Tipps und Übungen. Ein Werkzeugkasten für alle, die die Kunst des Streitens erlernen und dabei auch lachen wollen.Wir sind die Anlaufstelle, wenn zum Beispiel die Sozialhilfe Ende November um 400 Franken gekürzt wird, der betroffenen Person vor Weihnachten nun dieses Geld fehlt und sie findet: «So geht das nicht!» Auch Eltern, die sich über eine Schulleitung beklagen möchten, sind bei uns an der richtigen Stelle. Genauso wie Whistleblower, also Menschen, die geheime Informationen weitergeben, um einen Missstand aufzudecken. Da kann es schon mal brenzlig werden. Denn die Betroffenen kommen oft sehr wütend zu uns, und wir bekommen die Wut ab. Doch ich weiss immer, das hat nichts mit mir persönlich zu tun. Sie waren 25 Jahre als katholischer Seelsorger tätig, kennen also die Sorgen der Menschen. Haben zwischenmenschliche Konflikte zugenommen
Ombudsmann Basel-Stadt Konflikte Weihnachten Zwischenmenschliche Konflikte
Switzerland Neuesten Nachrichten, Switzerland Schlagzeilen
Similar News:Sie können auch ähnliche Nachrichten wie diese lesen, die wir aus anderen Nachrichtenquellen gesammelt haben.
Kanton Basel-Stadt erhöht Zuschüsse für den Zoo BaselDer Grosse Rat von Basel-Stadt hat beschlossen, die jährlichen Zuschüsse an den Zoo Basel ab 2025 zu erhöhen. Statt den bisher 1,45 Millionen Franken werden künftig 2 Millionen Franken zur Verfügung gestellt. Die Erhöhung um 550'000 Franken pro Jahr entspricht dem Wunsch des Zoos, der auf die gestiegenen Kosten und die Inflation hinwies.
Weiterlesen »
Gemeinsame Sicherheitsplanung der beiden Basel für den ESC 2025Die Kantonspolizeien Basel-Stadt und Basel-Landschaft planen gemeinsam den Einsatz für den ESC 2025.
Weiterlesen »
Keine Spartageskarten mehr in Basel-Stadt – Grund dafür sind AuswärtigeDer Kanton stellt den Verkauf der «Spartageskarte Gemeinde» per 1. Januar 2025 ein. Die Analyse der Nutzungsdaten habe gezeigt, dass vor allem Personen aus anderen Kantonen das Angebot nutzten.
Weiterlesen »
Basel-Stadt investiert 17,7 Millionen Franken in neue ElektrofahrzeugeDer Kanton ersetzt rund 60 fossile Kommunalfahrzeuge (Kehrmaschinen, LKW und Transporter) durch elektrisch betriebene Fahrzeuge.
Weiterlesen »
Kapo Basel-Stadt: Erneute Warnung – betrügerische AnrufeVor einigen Wochen haben wir bereits über diese Betrugsmasche informiert – und leider kommt es weiterhin zu zahlreichen Fällen in Basel.
Weiterlesen »
Stadt Basel BS: Marokkaner (25) nach Diebstahl festgenommenAm Samstag, 7. Dezember 2024, circa 20.30 Uhr, hat ein Mann in einem Tram der Linie 8 einer Frau ein Mobiltelefon entwenden wollen, was diese bemerkte.
Weiterlesen »