Die Volksinitiative «Für eine Demokratie mit Zukunft» möchte das Stimmrecht auf 16 Jahre senken. Nach dem Regierungsrat lehnt nun auch die zuständige Parlamentskommission das Anliegen ab. Der Präsident des Initiativkomitees kritisiert derweil die Haltung der FDP.
Die Volksinitiative «Für eine Demokratie mit Zukunft» möchte das Stimmrecht auf 16 Jahre senken. Nach dem Regierungsrat lehnt nun auch die zuständige Parlamentskommission das Anliegen ab. Der Präsident des Initiativkomitees kritisiert derweil die Haltung der FDP.Diverse Jungparteien reichten 2023 die Unterschriften für ihre Initiative zum Stimmrechtsalter 16 im Aargau ein. Unten Mitte: Peter Weihrauch, Präsident des Initiativkomitees.
Neu wäre das nicht: In den letzten zehn Jahren wurden im Grossen Rat schon drei Vorstösse zum Stimmrechtsalter 16 bachab geschickt. Nur im Kanton Glarus dürfen 16- und 17-Jährige heute schon abstimmen. National hat das Thema einen schweren Stand:Was gibt Weihrauch nun also die Zuversicht, dass die Aargauerinnen und Aargauer anders entscheiden werden? «Matchentscheidend wird die Mitte sein», sagt er.
Wenig anfangen kann Weihrauch auch damit, wenn Regierungsrat und Grossratskommission jeweils schreiben, dass sie «das grosse Engagement der jungen Menschen für Politik anerkennen und begrüssen» würden. «Schön, dass man das schätzt. Aber dann sollte auch etwas daraus resultieren», kommentiert der Präsident des Initiativkomitees. Inhaltlich spreche schliesslich nichts dagegen.
Regierungsrat und Grossratskommission führen gegen die Herabsetzung des Stimmrechtsalters primär das Argument ins Feld, dass die «zivilrechtliche und die politische Mündigkeit nicht auseinanderfallen sollen». «Rechte und Pflichten des Einzelnen sind in der Schweiz eng miteinander verknüpft. So können 16- und 17-Jährige keine Verträge rechtsgültig unterzeichnen.
Copyright © Aargauer Zeitung. Alle Rechte vorbehalten. Eine Weiterverarbeitung, Wiederveröffentlichung oder dauerhafte Speicherung zu gewerblichen oder anderen Zwecken ohne vorherige ausdrückliche Erlaubnis von Aargauer Zeitung ist nicht gestattet.
Switzerland Neuesten Nachrichten, Switzerland Schlagzeilen
Similar News:Sie können auch ähnliche Nachrichten wie diese lesen, die wir aus anderen Nachrichtenquellen gesammelt haben.
Weniger Spenden und mehr Ausgaben: So war das Geschäftsjahr vom Roten Kreuz AargauDank 170’000 geleisteten Freiwilligenstunden und 51’000 Mitgliedern erreichte das Rote Kreuz Aargau im vergangenen Jahr wiederum viele Aargauerinnen und Aargauer, die auf Unterstützung angewiesen waren. Ein Einblick in den Jahresbericht.
Weiterlesen »
Aargau: So wenig verdient Onlyfans-Model aus Monas SRF-DokDank Mona Vetsch ist das Onlyfans-Model Lyviane bekannt. Nau.ch ist nach der Ausstrahlung bei ihr zu Besuch. Dabei spricht sie Klartext über ihre Finanzen.
Weiterlesen »
«Mein Grossvater, der Geheimdienstler»: AZ-Redaktorin gewinnt Medienpreis Aargau/SolothurnBei der 26. Verleihung des Medienpreises Aargau/Solothurn erhielt Ann-Kathrin Amstutz die Auszeichnung in der Kategorie Print. Gewürdigt wurde der Artikel über ihren Grossvater, der einst die Geheimorganisation P-26 leitete. Ausgezeichnet wurden zudem drei weitere Beiträge, die bei CH Media publiziert wurden.
Weiterlesen »
Umziehen bringt jeden vierten Haushalt in finanzielle Not – so sieht es im Aargau ausDie steigenden Mieten sprengen das Budget vieler Menschen. Ein neuer Bericht zeigt: Im Aargau könnten es sich Zehntausende Haushalte nicht leisten, bei einem Umzug den Standard zu halten.
Weiterlesen »
Der erste Schweizer Bio-Lachs könnte schon bald aus dem Aargau kommenDie Nadler AG in Aarau Rohr ist die grösste Bio-Fischzucht des Kantons. Und sie will ausbauen. Vom Kanton kommen aber einige schwere Einschränkungen.
Weiterlesen »
U-Haft für den Fake-Bigadier aus AargauNachdem ein Mann Kündigungsbriefe an diverse Kader versandt hatte und die Aargauer Regierung «auflösen» wollte, sitzt er nun in U-Haft.
Weiterlesen »