Nach Hangrutsch: Familie muss Hof für immer verlassen

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Im letzten Dezember hat sich eine Million Kubikmeter Erdmasse im Gebiet Bramboden in der Gemeinde Romoos LU in Bewegung gesetzt. Das hat nun Folgen: Familie Koch muss ihren Seebli-Hof im Entlebuch LU definitiv verlassen. Der Hang oberhalb rutscht – das sei zu gefährlich, sagt der Kanton Luzern.

Das letzte halbe Jahr hat Bruno Koch gezeichnet. Der Bauer geht gebückt, spricht langsam und wirkt müde. Es ist der Gedanke an den 1. August, der ihm viel Energie raubt. An diesem Tag werden er und seine Familie ihr Zuhause für immer verlassen müssen. Den Ort, den seine Frau Marietta «unser kleines Paradies» bezeichnet.

«Es hat gekracht, Bäume sind zerborsten und ganze Erdbrocken haben sich überschlagen», erinnert sich Bruno Koch. Er habe nur hilflos zusehen können, wie der Riss in der Erde ihrem Haus und der Scheune immer nähergekommen ist. Der Rutsch hielt zwar kurz vor dem Hof an, doch der Untergrund bleibt bis heute instabil.

Bruno und Marietta Koch hatten den Hof Seebli vor über 35 Jahren übernommen und darauf ihre drei Kinder grossgezogen. Die Familie investierte viel in den Betrieb, modernisierte und erweiterte ihn. In zwei Monaten ist Schluss damit. Die Familie muss ausziehen, Haus und Stall werden abgerissen. «Es wird ein grosser Teil unseres Lebenswerks fehlen», sagt Bruno Koch.

Bruno Koch hatte den Kanton nach dem damaligen Gutachten mehrmals auf die potenzielle Gefahr hingewiesen. Zumal er sah, dass sich die Landschaft veränderte. «Wir haben viel gekämpft», so Koch. Es nützte nichts. Der Kanton ordnete keine Massnahmen an und es kam zum Hangrutsch.

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