Muskeln und Leid: Die Gefahr der Muskelsucht

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Muskeln und Leid: Die Gefahr der Muskelsucht
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Die Geschichte von Yves, der sich in seinem Körper unwohl fühlte und zum Training begann, um seine Muskeln zu trainieren, zeigt die Gefahren der Muskelsucht. Yves' Training und Ernährung verschoben sich in den Vordergrund seines Lebens und er verlor die Perspektive auf andere Lebensbereiche. Psychotherapeut Roland Müller erklärt die Muskeldysmorphie als eine verzerrte Wahrnehmung des eigenen Körpers und die damit verbundenen Folgen wie Vereinsamung und Leidensdruck.

Alles begann vor zehn Jahren: Yves – damals 24-jährig, und wie er selbst sagt «leicht übergewichtig» – fühlte sich in seinem Körper unwohl. Also fing Yves an zu trainieren. Er ging ins Fitnessstudio und merkte bald einmal, wie sein Körper sich veränderte.

Seitdem hat ihn das Thema nicht mehr losgelassen. Roland Müller erklärt: «Bei einer Muskeldysmorphie wird der eigene Körper verzerrt wahrgenommen – er erscheint den Betroffenen trotz intensiven Trainings und rigidem Essverhalten zu schmächtig und zu wenig muskulös.» Dies führe unweigerlich zu einer Vereinsamung, denn für anderes gebe es im Leben schlicht keinen Platz mehr.

Und anders als bei der Anorexie sieht man den Muskeldysmorphie-Betroffenen ihre Krankheit nicht augenscheinlich an, im Gegenteil: Dank der Muskelmassen wirken sie gesund und fit. «Betroffene strahlen ein stereotypes Männlichkeitsbild aus», nennt es Müller. Der Mann als Kraftpaket – stark und unbezwungen. Die Kehrseite davon: «Schwäche zeigen gibt es nicht», sagt Müller.

Wichtig sei dabei ein unterstützendes soziales Umfeld. Müller denkt aber weiter: Denn das, was ihm wirklich Sorge bereitet, ist – ganz generell – die mentale Gesundheit von Männern. Sie erhalte in unserer Gesellschaft zu wenig Aufmerksamkeit: «Das ist immer noch ein Tabuthema», sagt er. Und weiter: «Wir müssen uns unbedingt bewusst werden, dass mehr Männer von psychischen Problemen betroffen sind, als wir glauben.

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