Luzerner Höhenklinik soll von der Berner Klinik übernommen werden

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Luzerner Höhenklinik soll von der Berner Klinik übernommen werden
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Die Luzerner Höhenklinik in Crans-Montana soll von der etwa 800 Meter entfernten, ebenfalls defizitären Berner Höhenklinik Montana übernommen werden. Die Verhandlungen zwischen den beiden Kliniken laufen bereits. Die Modalitäten der Übernahme sind jedoch noch vertraulich.

Der Betrieb der Luzerner Höhenklinik in Crans-Montana soll fortgeführt werden – von der etwa 800 Meter entfernten und ebenfalls defizitären Berner Klinik Montana. Die seit 1952 bestehende Luzerner Höhenklinik in Crans-Montana hat eine wechselvolle Geschichte hinter sich – und seit dem 20. September 2023 eine besonders turbulente.

Damals kommunizierten der Kanton als Grundstückeigentümer, das Luzerner Kantonsspital als Muttergesellschaft und die mutmassliche Käuferin Swiss Medical Network, die Klinik werde für 12,5 Millionen Franken übernommen. Die Nachricht wurde vielenorts mit Erleichterung zur Kenntnis genommen. Schliesslich waren der Kanton und das Kantonsspital seit Jahrzehnten krampfhaft und erfolglos auf der Suche nach einer Interessentin. Auch für die zu diesem Zeitpunkt noch knapp 140 Mitarbeitenden war der Deal eine frohe Kunde. Schliesslich versicherte die Käuferin, ihnen für mindestens zwei Jahre die gleichen Anstellungsbedingungen zu bieten. Etwas mehr als ein Jahr später, am 14. Oktober 2024, platzte der Deal dann allerdings. Swiss Medical Network nannte das schwierige wirtschaftliche Umfeld der Klinik, das sich in den letzten sechs Monaten akzentuiert habe, als Grund für den Ausstieg aus dem Geschäft. Seither jagen sich Gerüchte und Spekulationen über die Zukunft des baufälligen Hauses, in das etwa 20 bis 25 Millionen Franken investiert werden müssen.Die Spekulationen werden weitergehen – trotz einer am Donnerstagnachmittag veröffentlichten gemeinsamen Mitteilung des Kantonsspitals, des Kantons Luzern und der neuen Interessentin, der Berner Höhenklinik Montana. Das knappe Communiqué enthält nämlich nur gerade eine neue und gleichzeitig jedoch vage Information: Mit der Berner Höhenklinik würden «Verhandlungen laufen». Darüber wurden am Donnerstag auch die Mitarbeitenden der Luzerner Höhenklinik informiert – von Kantonsspital-CEO Benno Fuchs und den Verantwortlichen der Berner Klinik. Dass der Kanton Luzern als Grundstückbesitzer «in die Verhandlungen eingebunden» ist, wie es in der Mitteilung heisst, versteht sich. Auch dass die Luzerner Regierung «vom Kantonsspital eng über die laufenden Optionen Weiterführung, Schliessung und Verkauf – insbesondere über die Verhandlungen mit der Berner Höhenklinik Montana – informiert wird», ist eine Selbstverständlichkeit. Weiter in die Karten blicken lassen sich Verkäuferin und Interessentin nicht. So sind die «Modalitäten betreffend Immobilie und Betrieb Bestandteil der Verhandlungen». Diese seien im Übrigen vertraulich, erst nach Abschluss werde wieder informiert. Auch der Kaufpreis, teilt das Kantonsspital auf Nachfrage mit, sei «Bestandteil der vertraulichen Verhandlungen». Dass für die hochdefizitäre Luzerner Höhenklinik mit einem monatlichen Minus von 180'000 Franken mehr als die beim gescheiterten Deal ausgehandelten 12,5 Millionen Franken fliessen, ist allerdings unwahrscheinlich.Der Kaufpreis – falls es denn jemals zu einem Geschäft kommt – dürfte auch deshalb nicht allzu üppig ausfallen, weil die Berner Höhenklinik Montana selber tief in den roten Zahlen steckt. Sie schloss 2023 mit einem Minus von rund 330'000 Franken ab, dies bei einem Ertrag von knapp 27 Millionen Franken, was etwa dem zweifachen Erlös entspricht, den die Luzerner Höhenklinik erwirtschaftet. 2022 vermeldete die Berner Klinik eine schwarze Null, die beiden Jahre zuvor Defizite von 2 beziehungsweise 1 Million. Laut dem aktuellsten verfügbaren Jahresbericht aus dem Jahr 2023 verfügt die Berner Höhenklinik über 104 Betten und beschäftigt 217 Mitarbeitende. Bei der Luzerner Klinik sind es 58 Betten und etwa 100 Angestellte. Die Leistungen der Berner Reha-Klinik erstrecken sich über fünf medizinische Fachgebiete: Neurologie, Innere Medizin, muskuloskelettale Reha, Onkologie und Psychosomatik. Die Luzerner Klinik ist spezialisiert auf Herz, Kreislauf, Atemwege, Orthopädie, Psychosomatik und Schlafmedizin. Für Philipp Eckert, den Direktor der Berner Klinik, würde die Übernahme des Luzerner Reha-Hauses «Synergien in der muskuloskelettalen, psychosomatischen und onkologischen Rehabilitation ermöglichen». Auch die Geschichten der Kliniken ähneln sich. Beide starteten als Lungensanatorien, das Berner Haus schon 1949, also drei Jahre vor dem Luzerner Spital. Auch die Namen haben sich mehrmals geändert. So hiess die Berner Höhenklinik einst «Heilstätte», dann in Anlehnung an das frühere Luxushotel «Höhenklinik Bellevue», bis es 1995 zur erstmals zweisprachigen Bezeichnung «Berner Höhenklinik Montana/Clinique Bernoise Montana». Die jetzige «Luzerner Höhenklinik Montana» nannte sich zu Beginn «Luzerner Sanatorium».

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