«Liebe Zürcher*innen»: Dürfen die Behörden sprachliche Sonderzeichen bald nicht mehr verwenden?

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Die Stadtzürcher Bevölkerung befindet darüber in einer Woche: Setzt die Verwaltung in ihren Mitteilungen weiter den Genderstern ein – oder hat sie das zu unterlassen? Der Entscheid strahlt ins ganze Land aus.

Die Stadtzürcher Bevölkerung befindet darüber in einer Woche: Setzt die Verwaltung in ihren Mitteilungen weiter den Genderstern ein – oder hat sie das zu unterlassen? Der Entscheid strahlt ins ganze Land aus.In den sozialen Medien stösst man derzeit auf Videofilme, in denen die Zürcher Stadtpräsidentin Corine Mauch spricht. «Die Sprache lebt und entwickelt sich ständig weiter», sagt sie.

Die Verwaltungsangestellten können der sprachlichen Gleichstellung der Geschlechter auch mit nonspezifischen Nomen wie Lehrkraft, Fachperson, Mitarbeitende nachkommen. Der Gebrauch des Gendersterns ist aber ausdrücklich vorgesehen: AHV-Rentner*innen, Schüler*in, Pendler*innen, Kund*innen-Zufriedenheit.Susanne Brunner ist Co-Präsidentin der Stadtzürcher SVP und Kantonsrätin – und sie hat die Volksinitiative gegen den Genderstern initiiert.

Ganz anderer Meinung ist Oliver Heimgartner, der Präsident der Stadtzürcher SP. Er findet: Die Volksinitiative sei «Stimmungsmache gegen Minderheiten.» Viele Bewohnerinnen und Bewohner der Stadt Zürich hätten bisher gar nicht zur Kenntnis genommen, dass die Behörden den Genderstern anwendeten. Die Luzerner Behörden betonen: In Reglementen und Verordnungen, in Stadtratsbeschlüssen, Berichten und Anträgen ans Parlament und in Abstimmungsbroschüren sei der Genderstern nicht zulässig. Diese Regel befolgt nicht nur Luzern, sondern alle Städte.

Und: Schreibweisen mit Genderzeichen hätten keine Entsprechung in der gesprochenen Sprache; die konsequente Verwendung führe zu einer «erheblichen Beeinträchtigung der Lesbarkeit und Aussprechbarkeit». Die Argumente des sprachlichen Leitfadens des Bundes sind zum Teil identisch mit den Gründen, die das Abstimmungskomitee in Zürich gegen den Genderstern anführt.

Das Thema hat einen hohen symbolischen Wert: Es geht um die Wokeness, das Engagement gegen jedwede Diskriminierung. Viele Bürgerliche finden, dass die Linke Opferrollen in übertriebener Weise zelebriere und damit auch Anspruchshaltungen einzelner Gruppen gegenüber dem Staat rechtfertige. Sprechen sich die Zürcherinnen und Zürcher am 24. November gegen den Genderstern aus, wäre das aus Sicht der Initianten ein Schlag gegen das woke Gebaren der Linken.

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