Karl Frehsner erinnert sich an Wengen: Geschichten über den Tod, Adolf Ogi und ein Überholmanöver

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Karl Frehsner erinnert sich an Wengen: Geschichten über den Tod, Adolf Ogi und ein Überholmanöver
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Der 85-jährige Trainerlegende Karl Frehsner erinnert sich an besondere Momente rund um die Lauberhorn-Rennen in Wengen. Er spricht über den tragischen Unfall von Gernot Reinstadler, die Eiger-Nordwand, seine Freundschaft mit Ernst Gertsch und seine Philosophie als Trainer.

Erinnerungen von Trainerlegende Karl Frehsner an Wengen : Geschichten über den Tod, Adolf Ogi und ein Überholmanöver Karl Frehsner ist die schillerndste und erfolgreichste Figur in der Gilde der alpinen Skitrainer. Der Oberösterreicher kam in jungen Jahren in die Schweiz und baute als Europacup-, Abfahrts-, Slalom- und später Cheftrainer die erfolgreichste Dynastie im Schweizer Skirennsport auf.

Wie habe ich das Ereignis verarbeitet? Man muss darüber hinwegkommen. Ich weiss, dass es ein solches Zusammenspiel bei einem Sturz in Tausend Fällen höchstens einmal gibt. Dennoch denke ich heute manchmal noch daran. Aber sich an etwas erinnern zu können, ist trotz aller Tragik auch ein Geschenk. Meine Frau, mit der ich über 60 Jahre lang verheiratet bin, ist dement. Sie kann sich an überhaupt nichts mehr erinnern. Damit werde ich fast nicht fertig.

«Urs und seine Brüder waren auf dem Weg zu einem Rennen nach Cervinia in Italien. Ich habe erfahren, dass beim Grossen Sankt Bernhard und im Aostatal akute Lawinengefahr herrschte und das Rennen frühzeitig abgesagt wurde. Damals gab es aber ja noch keine Handys. Also versuchte ich noch, einen Helfer zur Tunneleinfahrt zu schicken, um den Teambus aufzuhalten. Aber es war schon zu spät.

«Das war für mich nie wichtig. Wichtig war mir, dass meine Athleten heil und ihrer Leistung entsprechend ins Ziel gekommen sind. Und ihrer Leistung entsprechend ist für mich bei so schwierigen Rennen wie Lauberhorn, Kitzbühel, WM oder Olympia immer eine ganz spezielle Vorgabe gewesen. Sie sollen nur so fahren wie sie es können. Sie sollen an diesem Tag nicht besser fahren wollen. Alle anderen werden genau das versuchen und scheitern. Das ist meistens aufgegangen.

«Als Cheftrainer habe ich mich sehr über diesen Sensationssieg von Joël Gaspoz gefreut. Das Slalomteam lag mir auch deshalb stets am Herzen, weil ich selbst nach meiner Zeit als Europacuptrainer der Abfahrer die Verantwortung für die Schweizer Slalomfahrer übernahm. Sie hatten zuvor über ein Jahrzehnt lang kein Rennen mehr gewonnen. An einer Sitzung des Verbandes sagte ich, der Grund sei die Faulheit der Schweizer Fahrer.

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