Nach Billie Jean King ist das nationale Tenniscenter in New York benannt, in dem das US Open stattfindet. In diesem Jahr wird die Kämpferin für Gleichberechtigung der Frauen im Sport speziell geehrt.
Gross, grösser, Amerika – mit 65 Millionen Dollar schüttet das US Open das höchste Preisgeld in der Geschichte von Grand-Slam-Turnieren aus. Die Summe hätte sich Billie Jean King 1972 nicht erträumen können, als sie für ihren Sieg 10'000 Dollar erhielt. Es war damals für Frauensport ein stolzer Betrag – aber 15'000 Dollar weniger als der Männersieger Ilie Nastase einstrich.
King ärgerte sich und pokerte hoch. «Das stinkt», habe sie gesagt, blickte die heute 79-jährige Kalifornierin mit insgesamt zwölf Grand-Slam-Titeln im Einzel letzte Woche in einem Interview zurück. Und dann drohte sie: «Ohne gleiches Preisgeld für die Frauen spiele ich nächstes Jahr nicht. Und keine andere Frau:» Dabei hatte sie keine Zusage der anderen Spielerinnen für den drastischen Schritt.
1973 war für die Tennisfrauen auch sonst ein entscheidendes Jahr. Sie gründeten die «Women's Tennis Association» und King gewann den berühmten «Kampf der Geschlechter» gegen den ehemaligen Wimbledonsieger und 26 Jahre älteren Bobby Riggs. 50 Millionen Amerikaner sassen vor den TV-Geräten, 90 Millionen weltweit. Es ist bis heute das meistgesehene Tennisspiel der Geschichte.
Das US Open war damals seiner Zeit tatsächlich weit voraus. Erst 2001 folgte das Australian Open, fünf Jahre später Paris und 2007 als letztes der Grand-Slam-Turniere Wimbledon. Heute sind sieben der zehn bestverdienenden Sportlerinnen weltweit Tennisspielerinnen. Die diesjährige Siegerin wird am 9. September einen Check über 3 Millionen Dollar entgegennehmen.
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