Bis Ende Jahr sollen 40 Prozent der Ukrainerinnen und Ukrainer arbeiten – so will es der Bundesrat. Im Aargau ist die Erwerbsquote erstaunlich hoch. Wie es dazu kommt und in welchen Branchen die meisten arbeiten.
Vor gut einer Woche hat der Bundesrat den Schutzstatus S für Geflüchtete aus der Ukraine erneut verlängert. Neu dürfen Ukrainerinnen und Ukrainer bis März 2026 im Land bleiben. Bis dahin zahlt der Bund den Kantonen weiterhin 250 Franken monatlich pro Person als Integrationsbeitrag. Ihr Auftrag: Die Geflüchteten möglichst rasch in den Arbeitsmarkt integrieren.
Erstaunlich ist, dass die Erwerbsquote im Nachbarkanton Zürich ganze sechs Prozent tiefer liegt als im Aargau. Eine mögliche Erklärung sieht Sibel Karadas, Leiterin der Sektion Integration und Beratung des kantonalen Migrationsamts, in den unterschiedlichen Wirtschaftsstrukturen und dem Stellenangebot. So gebe es in Zürich beispielsweise mehr Jobs, die eine Tertiärausbildung voraussetzen würden.
Speziell bei den Ukraine-Flüchtlingen ist, dass sie sich direkt beim RAV anmelden konnten, ohne zuerst das Asylverfahren durchlaufen zu müssen. Das hätten anfangs auch viele getan – jedoch oft noch nicht die nötigen Deutschkenntnisse mitgebracht, sagt Karadas. Mit Abstand am meisten der Geflüchteten sind in der Gastronomie untergekommen, was angesichts der grossen Personalnot nicht überrascht. Weitere Branchen mit vielen Arbeitsbewilligungen sind Personalverleih, Dienstleistungen, Reinigung und Schulen.
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