Libanon und Israel verlängern Feuerpause
Die Waffenruhe zwischen der Hisbollah-Miliz und Israel wurde um drei Wochen bis zum 18. Februar verlängert. Ursprünglich war geplant, dass israelische Truppen aus dem Südlibanon abziehen müssen. Doch die libanesische Armee rücke nicht schnell genug nach, um eine Rückkehr der Hisbollah in das Gebiet zu verhindern, argumentiert Israel.
Welche Reaktionen gibt es im Libanon? Die libanesische Regierung hat der Waffenruhe zugestimmt. Unklar ist, wie sich die Hisbollah positionieren wird. Sie hat sich dazu noch nicht geäussert. Im Vorfeld hat sie davor gewarnt, dass «ihre Geduld nicht allzu sehr strapaziert werden solle». Tatsächlich ist die libanesische Armee nur sehr langsam in den Süden vorgerückt und hat nicht alle Gebiete unter ihrer Kontrolle.
Wie stark ist die Hisbollah noch im Süden Libanons? Der Süden Libanons ist das Kerngebiet der Hisbollah. Es können zwar Stellungen zerstört und Kämpfer abgezogen werden. Doch die Verwurzelung der Miliz in der Region ist stark, denn sie ist auch eine politische Partei und vertritt die Interessen der dortigen Schiiten. Das wird sich wohl auch nicht allzu schnell ändern. Viele Menschen dort sind aber frustriert.
Welche Hürden stellen sich der neuen Führung Libanons? Mit Präsident Joseph Aoun und dem designierten Ministerpräsidenten Nauaf Salam hat der Libanon eine Führung, die nicht auf Hisbollah-Linie ist. Sie könnten den Libanon auf einen neuen Kurs bringen und die Armee im Süden weiter stärken. Doch der Verbleib der israelischen Truppen im Libanon könnte diesen Prozess auch gefährden.
Wie gefährlich bleibt die Lage? Libanon hat eine neue Führung, die Armee wurde gestärkt und sie ist im Süden stärker präsent. Es gab ein Ende der Gefechte. Nun gilt es, diesen Prozess weiter voranzutreiben. Die Frage ist, wie sich die Hisbollah in den nächsten Wochen positionieren wird. Sie ist geschwächt, kann aber womöglich immer noch ein Störfaktor in dieser Beruhigung des Krieges sein.
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