Fasnacht im Appenzellerland: Die Geschichten hinter den kreativen Guggen-Namen

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Fasnacht im Appenzellerland: Die Geschichten hinter den kreativen Guggen-Namen
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Ein Blick auf die Herkunft einiger Guggenmusik-Namen aus dem Appenzellerland. Die Fasnacht im Appenzellerland ist bekannt für ihre kreativen Guggenmusiken und ihre einzigartigen Namen. Erfahren Sie mehr über die Geschichten hinter den Namen einiger dieser Guggenmusiken.

Fasnacht ohne Guggenmusik ? Undenkbar! Doch nicht nur die Musik, sondern auch die kreativen Vereinsnamen sorgen für Gesprächsstoff. Ein Blick auf die Herkunft einiger Guggenmusik -Namen aus dem Appenzellerland .Sie tragen Namen wie Bröggli-Gugger, Senfoniker oder Föhngugge. Im Appenzellerland gibt es über 20 Guggenmusik en. Ihre Namen sind mal mehr, mal weniger ausgefallen, ebenso wie deren Herkunft. Ein Überblick über einige Guggennamen im Appenzellerland .

In Brülisau ist es selten bis nie windstill. «Es goht de Föhn», wie man so schön sagt. Aufgrund der Wetterlage entschied sich auch die 1992 gegründete Gugge für den Namen, mit dem heute 35 Mitglieder an der Fasnacht unterwegs sind. Die Föhngugge Brülisau veranstaltet traditionell ein Einachserrennen im Oktober. Hinzu kommt heuer zum ersten Mal ein zweiter Event an der Fasnacht. Steilegg heisst die neue Veranstaltung mit Fasnachtsumzug, Kinderfasnacht und Maskenball, die am 8. Februar zum ersten Mal in Steinegg AI stattfindet.Die Gääser Moohüler gehören mit Gründungsjahr 2000 zu den jüngeren Guggenmusiken. Den Namen ermittelten die Mitglieder der Gugge aus Gais via Abstimmung. Das Motto: «Mer hüüled de Moo z Gääs ah» heisst so viel wie «schräge Töne in der Nacht». Die 26 Aktivmitglieder folgen noch einem zweiten Motto: «Vollgas». So auch an ihrer Moonshine Party, die alle zwei Jahre stattfindet. Die nächste Durchführung ist auf den November 2026 angesetzt. Die Gääser Moohüler in ihrem letztjährigen Gwändli. Auf die neue Saison haben sie sich wieder an die Nähmaschine gesetzt und ein neues genäht.Die Hämmliloch-Gugge wurde 1994 von Anita Kocher, Kindergärtnerin in Schönengrund, als eine lose Gruppe ins Leben gerufen. Zu Beginn war die reine Kinder- und Jugendgugge unter dem Namen Hämmliloch-Hexen unterwegs. Einer Sage zufolge soll es irgendwo unter dem Schönengrunder Hochhamm eine Höhle oder ein Loch geben, wo Hexen lebten. Dem Namen entsprechend waren die Kinder zu Beginn mit Röcken und Hexenhüten unterwegs. 2002 hatten die Kinder genug vom Hexenkostüm. Nachdem Claudia Haslimeier und Hans Wyssen die Gruppe in einen Verein umwandelten, wechselten sie deshalb den Namen in Hämmliloch-Gugge. Heute zählt die Gugge 38 Mitglieder im Alter von 7 bis 19 Jahren. Zwei der ältesten Mitglieder kümmern sich um die musikalische Leitung, die Kostüme suchen alle gemeinsam aus. Geleitet und geführt wird die Gugge von einem jeweils drei- bis fünfköpfigen Erwachsenen-Vorstand.Diese Herisauer Gugge wird des Öfteren auf ihren Namen angesprochen. Die Autorin dieses Texts weiss dies als Mitglied aus erster Hand. Der Einfachheit halber nennen sich die Guggerinnen und Gugger deshalb die «Izis». Häufig wird der Verein von Speakern an Guggenpartys und Co. mit dem Zusatz «Honolulu Strandbikini» angesagt. Oder das Lied wird den Mitgliedern vorgesungen. Zumindest der allzu bekannte Refrain. Die 1986 gegründeten Gugge wurde tatsächlich nach dem Song von Brian Hylad benannt. Entstanden ist sie aus einer Gruppe Plauschfussballerinnen, die am ersten Herisauer Gugge-Tröffe teilnahmen. Im Logo und auf den Pauken ist heute im Gegensatz zu früher weder ein Fussball noch ein Bikini zu sehen. Dafür zieren drei Ladys im Bikini und mit Baströckchen die Sousafon-Trichter der Gugge mit 35 Aktivmitgliedern. Die «Izis» feiern nächstes Jahr 40-Jahr-Jubiläum. Bereits dieses Jahr findet der von der Gugge organisierte Schnitzelbankabend zum 15. Mal statt.Als «Echo vom Pflanzplätz» wurde die Guggenmusik, heute bekannt als Tüüfner Südwörscht, gegründet. 1978 an einer Hauseinweihungsparty entstand die Idee, worauf am Schmutzigen Donnerstag 1979 dreizehn Neuguggerinnen und -gugger mit lauten Instrumenten durch Teufen zogen. Auf die Fasnacht 1980 wurde die Guggenmusik durch weitere Leute verstärkt und ein Verein gegründet. Neumitglied und Werbefachmann Jürg Schoch vermisste am Vereinsnamen den lokalen Bezug und schlug «Tüüfner Südwörscht» vor. Mit diesem Namen sind die aktuell 22 Mitglieder bis heute unterwegs.Ähnlich ist die Entstehungsgeschichte der Bröggli-Gugger Urnäsch. Der Name geht auf die frühen Treffen der Gründer im Restaurant Saienbrücke in Urnäsch zurück. Bei einem Feierabendbier entstand die Idee zur Guggengründung. Als später die Frage nach einem Namen gestellt wurde, sagten die Gründer spontan: «Saie Bröggli Gugge.» Rund ein Jahr später entschied man sich, den Namen auf «Bröggli Gugge» zu verkürzen. Die 1989 gegründete Guggenmusik ist heute mit 32 Mitgliedern an der Fasnacht unterwegs. So auch am Schmutzigen Donnerstag – das Urnäscher Platzkonzert am Abend gehört zu den Saison-Highlights der Gugge.Bei den Quöllfrösch stellt sich eine drängendere Frage als jene nach der Herkunft des Namens. Und die Antwort ist: Nein, die Gugge wird nicht von der Brauerei Locher als Herstellerin des Quöllfrisch-Biers gesponsert

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