Der Erweiterungsbau des Spitals Wil nahm am Samstag mit einem Tag der offenen Tür seinen Betrieb auf. Herzstück: die Intermediate Care Station. In die Freude mischten sich bei Kanton- und Stadtvertretern aber auch Sorgen.
«Mama, darf ich ins Spital-Auto steigen?», fragte strahlend die kleine Céline, während ihr grosser Bruder sich unter Anleitung der diplomierten Rettungssanitäterin Salomé Ramser schon an der Bahre zu schaffen machte.
«Wo geht’s hier zum IMC?», fragte gerade daneben eine Gruppe von rüstigen Rentnerinnen. Am Samstag lud das Spital Wil zur Besichtigung ihres Erweiterungsbaus mit seinem Herzstück, der «Intermediate Care Station» , ein. «Dabei handelt es sich um eine Zwischenstation zwischen Intensiv- und Bettenstation», so Gabriela Keller, leitende Ärztin IMC. Sie ist froh um den Erweiterungsbau: «Er erlaubt mir nun mehr Professionalität bei der Behandlung von schwer Erkrankten.» Markus Rütti, Chefarzt Medizin, bestätigte: «Nun haben wir bessere Arbeitsbedingungen und erreichen so auch eine deutliche Verbesserung der Behandlungsqualität.» Doppelt so viele Einer- und Zweierzimmer stünden nun zur Verfügung. In der «Oase» strahlte Tino Becker, Leiter Küche: «Bei uns ist die Küche komplett neu.»Dass die Einweihung trotz strahlender Herbstsonne vor einem eher düsteren finanz- und gesundheitspolitischen Horizont stattfand, wurde deutlich in den Reden des offiziellen Festakts. Bei René Fiechter, CEO Spitalregion Fürstenland Toggenburg, klang es noch durchaus hoffnungsfroh, als er sichtlich zufrieden die relevanten Zahlen verkündete: «14 Monate nur betrug die Bauzeit, die Gesamtkosten beliefen sich auf rund 13 Millionen Franken.» Sie weihten den Erweiterungsbau ein: René Fiechter, CEO Spitalregion Fürstenland Toggenburg, Stefan Kuhn, Verwaltungsratspräsident der St.Galler Spitalverbunde, Leila Kammermann, Stationsleiterin IMC, Erika Rohner, Stationsleiterin Akutgeriatrie, Regierungsrat Bruno Damann und Hans Mäder, Stadtpräsident Wil.8,8 Millionen Franken habe der Modulbau gekostet. Das Fundament, der Anbau ans bestehende Spital sowie der Neubau der IMC-Station schlugen mit weiteren vier Millionen Franken zu Buche. Die Bettenkapazitäten konnten auf rund 100 erhöht, 25 neue Untersuchungs- und Therapieräume eingerichtet werden. Und ja: Auch ökologische Aspekte wurden berücksichtigt. Die Solaranlage auf dem Dach des Erweiterungsbaus deckt rund fünf Prozent des Strombedarfs des Spitals.Nach Verdankung der Leistung von Fiechter durch den Verwaltungsratspräsidenten der St. Galler Spitalverbunde, Stefan Kuhn, gab Regierungsrat Bruno Damann, Vorsteher des Gesundheitsdepartements des Kantons St. Gallen, seiner Hoffnung Ausdruck, dass 2025 wieder schwarze Zahlen geschrieben werden könnten und das Spital Wil weiterbestehe: «Dazu hat es diesen Neubau gebraucht.» Stadtpräsident Hans Mäder bedankte sich bei allen Beteiligten und fügte mahnend bei: «Hier wird ein neues Kapitel aufgeschlagen, und ich hoffe sehr, dass es nicht das letzte Kapitel ist.»Wird es ein zweites Bachmut? Eindrücke von der Schlacht um AwdijiwkaJetzt ist der Zeitpunkt, sich das Skibillett zu sichern – Erkenntnisse aus der Preisanalyse Copyright © St.Galler Tagblatt. Alle Rechte vorbehalten. Eine Weiterverarbeitung, Wiederveröffentlichung oder dauerhafte Speicherung zu gewerblichen oder anderen Zwecken ohne vorherige ausdrückliche Erlaubnis von St.Galler Tagblatt ist nicht gestattet.
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