Entlassungen bei Expomobilia: Florian Fabers Frau ist dort die Nummer Zwei

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Entlassungen bei Expomobilia: Florian Fabers Frau ist dort die Nummer Zwei
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Die MCH Group plant eine Entlassungswelle bei ihrer Tochterfirma Expomobilia, einem Standbauunternehmen in der Nähe von Zürich. Der CEO der MCH Group, Florian Faber, ist mit der Firma besonders verbunden, da er dort seine Karriere startete und seine Frau seit 2010 dort arbeitet. Die Beförderung seiner Frau zum COO wurde vom Verwaltungsrat als unbedenklich beurteilt.

Die Basler MCH Group plant eine größere Entlassungswelle bei ihrer Tochterfirma Expomobilia , einem Standbau unternehmen in der Nähe von Zürich. Die Tatsache, dass unter den Mitarbeitenden ein Konsultationsverfahren eingeleitet wurde, wurde als börsenrelevante Mitteilung erachtet und frühmorgens kommuniziert. 21 Tage haben die rund 80 Beschäftigten nun Zeit, zusammen mit den Gewerkschaften Vorschläge zu unterbreiten, wie Entlassungen allenfalls vermieden werden könnten.

Die Schwierigkeiten der Firma, schwarze Zahlen zu schreiben, sind bekannt. Bereits im Vorjahr hiess es im Jahresbericht, der Geschäftsverlauf bei der Expomobilia sei «weniger zufriedenstellend». Daran hat sich offenbar wenig geändert, nachdem die Organisation verschlankt und ein neuer Direktor eingesetzt worden ist. Auch wenn die Sanierung der MCH Group schrittweise vorankommen soll, ist der absehbare Einschnitt bei der Expomobilia für Konzernchef Florian Faber doch ein größeres Problem. Schliesslich steht ihm diese Tochterfirma besonders nahe. Faber ist 2009 über die Expomobilia zur MCH Group gestossen. Nach zwei Jahren war er in der Geschäftsleitung, nach weiteren drei hatte er die Geschäftsführung, nach weiteren vier die Leitung des gesamten Bereichs «Live Marketing Solutions». Damit verantwortete er neben Expomobilia auch den Zukauf MC2 in den USA sowie die in Dubai angesiedelte MCH Global. Nachdem ein Jahr lang ein Headhunter vergeblich nach einem neuen CEO der MCH Group gesucht hatte, fiel Mitte 2022 die Wahl erneut auf Faber. Als Präsident und Delegierter des Verwaltungsrats blieb er dem Standbauer jedoch eng verbunden. Dass ausgerechnet die unteren Stufen seiner Karriereleiter wegbrechen, kann als Pech gewertet werden. Doch Faber ist mit der Expomobilia auch familiär verbunden: Seit 2010 arbeitet seine Frau mit zwei Unterbrüchen bei der Expomobilia. Eingestiegen als Projektleiterin für Kunst- und Designmessen, stieg sie zum Teamleader und 2023 schliesslich zum Chief Operation Officer auf, nachdem ihr Mann an die Spitze der Konzernleitung geholt worden war. Von einem Compliance-Problem ihres Konzernchefs will die Medienabteilung der MCH Group jedoch nichts wissen. Auf die Corporate Governance werde grosser Wert gelegt. Die Beförderung der Frau sei im Verwaltungsrat besprochen worden. Da sie nicht direkt dem CEO unterstellt ist, wurde die Ernennung als «unbedenklich beurteilt». Zurückhaltend ist die Medienstelle auch zu den geplanten Abbau- und Restrukturierungsmassnahmen bei der Expomobilia. Das im vergangenen Sommer gegenüber der «Basler Zeitung» abgegebene Versprechen, es gebe keine Entlassungswelle, scheint allerdings nicht einhaltbar zu sein. Zur etwa gleichzeitig erfolgten Spekulation der «Neuen Zürcher Zeitung», die MCH Group könnte für die «Live Marketing Solutions» einen Investor suchen, der diesen Bereich übernimmt, meint die Medienstelle, zu Gerüchten nehme das Unternehmen grundsätzlich nicht Stellung.

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