Spitzendiplomat Greminger fordert, dass die Schweiz den Dialog zwischen Kiew und Moskau diskret fördere. Die Kriegsparteien wollten keine klassische Vermittler.
Das Zentrum habe etwa an der Frage gearbeitet, welchen Status und welche Sicherheitsgarantien die Ukraine künftig haben soll. «Und wir haben dafür gesorgt, dass beide Kriegsparteien von diesen Vorschlägen erfahren», sagte er. Zu politisch relevanten Resultaten seien sie bisher nicht gekommen.
Für die internationale Gemeinschaft und für die Schweiz sei es von Vorteil, wenn die Schweiz neutral bleibe. Auch russische Gesprächspartner würden den Standort Genf schätzen. Sie seien deutlich pragmatischer, als die offizielle Position erahnen lasse, sagte Greminger.Im humanitären Bereich und beim Wiederaufbau sollte die Schweiz nach seiner Auffassung noch mehr tun. Auch bei der Aufnahme von ukrainischen Flüchtlingen soll sie sich grosszügig zeigen.
Ein Ende des Krieges zeichnet sich nach seinen Aussagen nicht ab. «Das wahrscheinlichste Szenario ist das Andauern , wie wir ihn gegenwärtig sehen», sagte er. Irgendwann könnten die Kosten dafür zu hoch werden. Dann brauche es einen Plan B.
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Die Schweiz soll diskret den Dialog der Kriegsparteien fördernDie Schweiz kann laut Spitzendiplomat Thomas Greminger diskret den Dialog zwischen Russland und der Ukraine fördern. Stabilität in Europa gibt es nur mit und nicht gegen Russland, wie er im Interview mit der «NZZ am Sonntag» sagte.
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- Das ungenutzte PotenzialTrotz Fachkräftemangel – hochqualifizierte Migrantinnen und Migranten haben in der Schweiz enorme Hürden zu überwinden, um in ihren angestammten Berufen arbeiten zu können. Diplome und Berufserfahrung werden nicht anerkannt, das Potenzial bleibt ungenutzt. Eine Ärztin und zwei Mediziner erzählen vom langen Weg zum Berufseinstieg in der Schweiz und den Schwierigkeiten, mit denen sie sich auf diesem Weg konfrontiert sahen. Sie waren alle bereits ausgebildete Ärzte, als sie in die Schweiz kamen. Ihr grosser Wunsch, wieder in ihrem Beruf arbeiten zu können, motivierte sie, den langwierigen Prozess auf sich zu nehmen. Ihr Potenzial wird nicht erkannt, obschon grosser Ärztemangel herrscht, vor allem in ländlicheren Gebieten des Landes. Die Praxis der Kantone weist grosse Unterschiede auf. Der Film geht der Frage nach, warum die Schweizer Behörden sich so sehr dagegen sträuben, das Potenzial von beruflich qualifizierten Einwanderern anzuerkennen. Er zeigt auf, wie viele Ressourcen in der Schweiz dadurch verloren gehen und wie wichtig die berufliche Integration für die Betroffenen selbst ist. Vor dem Bürgerkrieg in Syrien war Faiz Ali Gesichts- und Kieferchirurg. Er war ein angesehener Arzt und bekannt für komplizierte Gesichtsoperationen. Nach dem Ausbruch des Bürgerkriegs operierte der Chefarzt nur noch Kriegsverletzte, bevor er 2014 in die Schweiz flüchtete. Von seinen Diplomen und der langjährigen Berufserfahrung wurden ihm hierzulande nur die ersten zwei Jahre eines Zahnmedizinstudiums angerechnet. Heute studiert er zum zweiten Mal in seinem Leben dieselbe Fachrichtung. Er hofft, dass er nach seinem Abschluss im Sommer 2023 als selbstständiger Zahnarzt arbeiten kann und die sechsköpfige Familie finanziell nicht mehr von den Behörden abhängig sein wird. Cemal Alicioglu flüchtete Mitte der 90-er Jahre aus der Türkei in die Schweiz. Die vielen Hürden und Widerstände, die der Vater von drei Kindern für den Berufseinstieg in der Schweiz überwinden musste, sind ihm noch imme
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