Im Kampf gegen rechts hat Österreichs Linke einen ermutigenden Wahlsieg geschafft: Womöglich hat auch Salzburg bald einen KPÖ-Bürgermeister. Andernorts wird sich das Rezept aber nicht so einfach kopieren lassen.
Der Linksruck kam nicht gänzlich unerwartet, das Ausmass überraschte dann doch: Bei den Gemeinderatswahlen in der Stadt Salzburg gab es am Sonntag nicht nur einen Erfolg für den kommunistischen Bürgermeisterkandidaten, sondern auch einen Sieg sowohl für Sozialdemokrat:innen wie auch Kommunist:innen. Fast 26 Prozent wählten die SPÖ, 23 die KPÖ.
Das ist, auch wenn es zunächst einmal lediglich ein lokales Ereignis mit vielen Besonderheiten ist, ein ermutigendes Resultat für Österreichs Linke. Der Erfolg der KPÖ hatte sich abgezeichnet, aber erwartet wurde er doch eher auf Kosten der Sozialdemokratie. In Graz etwa, wo die Kommunist:innen mittlerweile stärkste Partei sind, hat die SPÖ an Boden verloren.Dass nun beide Parteien gewannen, darf als positives Signal fürs Superwahljahr 2024 gewertet werden.
«Ein grosser Teil der Wähler wünscht sich eine soziale und eine ehrliche Politik, die vor allem auch nach der Wahl lebt, was sie vor der Wahl verspricht», erklärte Dankl nach dem Urnengang vom Sonntag. Seine Stärke: Er ist leise, höflich, authentisch. Vom stereotypischen Bild des kommunistischen Radikalinski hat er in seinem ganzen Auftritt gar nichts. Eigentlich kommt er von den Grünen, er war der Chef von deren Jugendorganisation.
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