Die deutsche Elektro- und Digitalindustrie sieht sich vor große Herausforderungen. Ein schwieriges Jahr 2023 mit rückläufiger Produktion, Umsatz und Exporten sowie sinkenden Beschäftigtenzahlen mahnt die Branche an, dringende politische Maßnahmen zu fordern. Der Branchenverband ZVEI warnt vor einem weiteren Rezessionsjahr und appelliert an die neue Bundesregierung, den Industriestandort Deutschland durch Reduzierung von Bürokratie, Senkung der Unternehmenssteuerlast und sänktg der Stromsteuer zu stärken.
Deutschlands Elektro- und Digitalhersteller haben ein herausforderndes Jahr hinter sich und sehen auch die Zukunft mit Sorge. Der Branchenverband ZVEI appelliert an die neue Bundesregierung an, dringend Handlungsbedarf zu erkennen. \ ZVEI -Präsident Gunther Kegel betont: „Der Industriestandort Deutschland ist überreguliert und zu teuer. Er behindert unternehmerische Initiative und hat an internationaler Wettbewerbsfähigkeit verloren.
“ Zu viel Bürokratie bremse Innovationen, die Unternehmenssteuerbelastung müsse „auf ein international wettbewerbsfähiges Niveau abgesenkt“ werden, fordert der ZVEI. Auch die Strompreise seien zu hoch: Die Stromsteuer müsse für alle Verbrauchergruppen – private Haushalte, Gewerbe und Industrie – gesenkt werden. \Vergangenes Jahr gab es für die Branche zahlreiche Negativinsegnamente. Die preisbereinigte Produktion brach von Januar bis November um mehr als neun Prozent ein. Damit ist das Ergebnis noch schlechter als die im Oktober bereits auf minus sieben Prozent nach unten korrigierte Produktionsprognose. Der Umsatz sank nominell um sechs und eine halbe Prozent in diesem Zeitraum. Demnach ergibt sich nach ZVEI-Prognose für das Gesamtjahr 2024 ein Umsatz von etwa 223 Milliarden Euro. Auch die Elektroexporte gingen von Januar bis November um vier Prozent zurück. Alle wichtigen Absatzmärkte, inklusive der beiden grössten Märkte China und USA, zogen ins Minus. Die Zahl der Beschäftigten in der Branche sank in Deutschland zuletzt auf gut 892'000, was einem Rückgang von zwei Prozent gegenüber dem Vorjahr entspricht. „Um ein weiteres Rezessionsjahr zu vermeiden, muss die kommende Bundesregierung dringend handeln“, mahnt ZVEI-Präsident Kegel. „Wir brauchen eine Effizienzwende – nicht nur technologisch, sondern insbesondere auch politisch und regulatorisch: weniger Bürokratie, mehr Freiheit für Unternehmergeist, mehr Raum für Innovationen.
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