Im neuen Gebäudekomplex der Pfarrer-Sieber-Stiftung mit Fachspital, Wohnhaus und Geschäftsräumen werden rund 70 obdachlose Menschen leben. «Ihm hätte es gefallen», sagt die Leiterin.
Dieses Bibelzitat steht an der Wand der sogenannten Seelenstube im neuen Pfarrer-Sieber-Fachspital in Zürich-Affoltern. «Wir haben ein Zitat ausgesucht, das unseren Patientinnen und Patienten zeigen soll, dass sie ein wertvoller Teil der Gesellschaft sind», sagt Friederike Rass, die Leiterin des Sozialwerks Pfarrer Sieber. Die Patientinnen und Patienten sind Menschen am Rande der Gesellschaft, ohne Obdach, viele mit Suchterkrankung.
Die Patientinnen und Patienten im neuen Fachspital wohnen im Einzelzimmer. Jeweils vier teilen zusammen eine Nasszelle auf dem Gang.Das Besondere an einem Fachspital für Menschen mit Suchthintergrund ist beispielsweise, dass sie länger im Spital bleiben können.
Der Raum für die Kunsttherapie ist bereits eingerichtet, an einer Wand hängen schon die ersten Bilder der Patientinnen und Patienten.Am Freitag führt sie auf einem Presserundgang durch die Räumlichkeiten, Handwerker hämmern, bohren, malen und staubsaugen noch. Am Sonntag wird die Einrichtung eingeweiht, anschliessend stufenweise in Betrieb genommen.
Wenn jemand nicht allein leben könne, dürfe die Person für eine unbefristete Zeit bleiben, bis sie sich in der Lage fühle, weiterzuziehen.Der neue Gebäudekomplex ersetzt die bisherigen Standorte Fachspital Sune-Egge, das Pflegeheim Sunegarte in Egg, die Wohneinrichtung Ur-Dörfli in Pfäffikon und die Sieber-Geschäftsstelle. «Es ist ein grosser Vorteil, dass jetzt alles unter einem Dach vereint ist, wie in einem Sieber-Dörfli», sagt Rass.
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