Der Artikel beleuchtet die Geschichte des Wortes 'Kalender' und insbesondere das schweizerdeutsche Wort 'Brattig'. Es beschreibt die Bedeutung des Kalenders im bäuerlichen Alltag, Redensarten, die mit Kalender verbunden sind, und die Entwicklung des Wortes 'Brattig' von astrologischen Vorhersagen zur Bezeichnung für den Kalender selbst und andere Druckerzeugnisse.
Alle Welt spricht dieser Tage wieder vom Kalender – dabei gibts dafür auch ein altes Schweiz erdeutsches WortZu den beliebtesten Drucksachen des 18. und 19. Jahrhunderts gehörte der Volkskalender. Seine ersten zwölf Doppelseiten enthalten jeweils das Kalendarium mit den Heiligennamen, den Tierkreiszeichen, Angaben über Sonne, Mond und Planeten, nicht zuletzt auch die Daten der Jahrmärkte.
Das Wort Kalender geht letztlich auf lateinisch calendae zurück. In der deutschen Schweiz gibt es noch ein älteres, volkstümlicheres Wort, die Brattig. Dahinter steckt lateinisch practica; es bedeutet Anwendung einer Lehre, Methode, dann auch astrologische Voraussage und oft sogar betrügerische Machenschaft.
Brattig konnte auch die Ausübung eines gelehrten Berufes bedeuten; so ist im Solothurnischen die Augeprattig bezeugt. In der Standardsprache hat sich jedoch bald das direkt aus dem Griechischen entlehnte Praxis gegen die Praktik durchgesetzt; das tönt nicht nur gelehrter, sondern ist auch nicht mit dem oben erwähnten Beiklang von Scharlatanerie behaftet.
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