Chinesische Online-Händler wie Temu und Shein gewinnen zunehmend an Popularität in der Schweiz, was Schweizer Online-Händler wie Digitec Galaxus beunruhigt. Preisdruck und der Eindruck von mangelnder Nachhaltigkeit bei Schweizer Händlern treiben den Konsum auf chinesischen Plattformen an. Public Eye erklärt die verschiedenen Geschäftsmodelle und gibt Einblicke in die Nachhaltigkeitsstandards.
Von wegen Nachhaltigkeit : Chinesische Online-Shops werden in der Schweiz immer beliebter – zum Ärger der hiesigen Onlinehändler wie Digitec Galaxus. Konsumierende hinterfragen, ob der Unterschied bezüglich Nachhaltigkeit überhaupt so gross ist. Wir haben bei der NGO Public Eye nachgefragt.Der Aufstieg der chinesischen Online-Händler ist beachtlich: Mittlerweile hat jede Zweite in der Schweiz schon bei Temu, Shein und Co. bestellt.
Doch offenbar genügt das nicht. Bei einer Strassen-Umfrage, die das watson-Team in Zürich zu diesem Thema durchführte, bestätigte sich, dass viele schon mindestens einmal bei einem chinesischen Online-Händler gekauft haben. Womit das nicht wenige – zwar nicht vor der Kamera, sehr wohl aber dahinter – rechtfertigten: Schweizer Händler wie Digitec Galaxus sind doch auch nicht wirklich viel nachhaltiger.
Kurz: Alleine die unterschiedlichen Geschäftsmodelle zwischen der chinesischen und der Schweizer Plattform führen dazu, dass die Dinge bei Digitec Galaxus deutlich formeller ablaufen. Hachfeld sagt: «In der Regel ist in den beiden Fällen ein anderer Typ von Hersteller involviert.» Also: unbekannter, chinesischer Kleinstbetrieb – oder «etablierter», bekannter Produzent mit gewissen Standards.
Bei Digitec Galaxus sei das sicher anders, doch auch dort gäbe es keine Garantie, dass nicht auch mal etwas geflogen werde. Gemäss Hachfeld deutet einiges darauf hin, dass sowas auch bei Temu der Fall ist. So habe man herausgefunden, dass einige Kleinstbetriebe in China, die unter anderem für Temu produzieren, gleichzeitig auch für andere Online-Händler arbeiten.Dass Temu als Plattform selber den Preis der dort gehandelten Produkte mitbestimmt, ist ungewöhnlich. Die Strategie führt aber unter anderem erfolgreich dazu, dass die Preise so tief gehalten werden können.
Stattdessen sehe man eine Art «trial and error»-Strategie: Produkte werden einfach mal vertrieben – und gibt es Beschwerden, so werden sie halt wieder aus dem Sortiment genommen.Beide Unternehmen kommunizieren gemäss dem Experten «wirklich schlecht». Bei Digitec Galaxus wisse man zumindest, aus welchem Land die Güter kommen, aber meistens nicht, von welchen Betrieben.
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