China hat seinen Verteidigungsminister Li Shangfu abgesetzt. Zuletzt war vom General nichts mehr zu sehen oder hören.
Li sei sowohl seines Amtes als Verteidigungsminister als auch seines Postens im chinesischen Staatsrat enthoben worden, berichtete der Staatssender CCTV am Dienstag unter Berufung auf eine Entscheidung des Ständigen Ausschusses des Nationalen Volkskongresses.
Li Shangfu war seit dem 29. August nicht mehr in der Öffentlichkeit aufgetreten, als er eine Rede auf einem chinesisch-afrikanischen Friedensforum hielt. Mehrere westliche Medien hatten wenige Wochen danach über Gründe für sein Verschwinden spekuliert. Unter Berufung auf US-Regierungsquellen war von einer laufenden Ermittlung gegen Li Shangfu die Rede. Die Partei griff seit dem Sommer in derLi Shangfu trat nach offiziellen Angaben 1982 in die Volksbefreiungsarmee ein. Der studierte Ingenieur hält den Rang eines Generals. Mitte März dieses Jahres wurde er zum Verteidigungsminister befördert – eine international nicht ganz unumstrittene Entscheidung.
Bereits Ende Juli hatte Peking Aussenminister Qin Gang abgesetzt und wieder dessen Vorgänger Wang Yi eingesetzt. Auch Qin Gang war zuvor wochenlang nicht in der Öffentlichkeit zu sehen und wurde bei internationalen Terminen vertreten. Die Gründe für seine Absetzung sind nach wie vor unklar. Wie CCTV am Dienstag berichtete, verlor er nun auch seinen Posten als Staatsrat.
In China verschwinden immer wieder auch hochrangige Beamte aus der Öffentlichkeit. Wenig später wird dann oft bekannt, dass zum Beispiel die Disziplinarkommission gegen sie ermittelt.
Switzerland Neuesten Nachrichten, Switzerland Schlagzeilen
Similar News:Sie können auch ähnliche Nachrichten wie diese lesen, die wir aus anderen Nachrichtenquellen gesammelt haben.
Israels Verteidigungsminister: Krieg gegen Hamas kann Monate dauernIsraels Verteidigungsminister Joav Galant rechnet im Krieg gegen die islamistische Hamas im…
Weiterlesen »
Pentagon-Chef erwartet schwierige Bodenoffensive Israels in GazaUS-Verteidigungsminister Lloyd Austin rechnet mit einer schwierigen und langwierigen Bodenoffensive…
Weiterlesen »
Schweizer Unternehmen in China: Schindler baut in China stark auf das ServicegeschäftDer Aufzughersteller belegt in Schanghai ein umfangreiches Areal. Der anspruchsvolle chinesische Markt ist trotz Immobilienkrise ein starkes Standbein der Zentralschweizer.
Weiterlesen »
Immobilienkrise in China: Ein Kollaps der Branche rückt immer näherEvergrande steht kurz vor der Liquidation, Country Garden hat soeben die Zahlungsfrist verpasst, und China Oceanwide wird liquidiert – ein Kollaps der Branche rückt immer näher.
Weiterlesen »
Chinesische und russische Unternehmen vereinbaren KooperationUnternehmen aus China und Russland wollen ihre wirtschaftliche Zusammenarbeit vertiefen.
Weiterlesen »